Sechs Dax-Konzerne trotzen Krise
Alle übrigen der 40 im Leitindex notierten Unternehmen haben es nicht geschafft, ihre Nettogewinne seit 2019 zu steigern

Trotz der globalen Krise und der Investitionszurückhaltung ist es sechs der 40 im Leitindex notierten DAX-Konzernen gelungen, ihre Nettogewinne seit 2019 kontinuierlich gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Unternehmen wie BASF oder Adidas mussten Milliardenabschreibungen und Gewinneinbrüche verkraften, während Lieferkettenschwierigkeiten und die Nachfrageschwäche in China die Geschäfte beeinträchtigten.
Die wenigen Dax-Konzerne, die trotz der Widrigkeiten einen kontinuierlichen Anstieg der Gewinne verzeichnen konnten, zeichnen sich durch robuste Geschäftsmodelle aus, die auf Produkte oder Dienstleistungen setzen, die immer gefragt sind. So reicht die Gewinnserie bei drei dieser sechs erfolgreichen Konzerne bis 2015 zurück, bei einem sogar bis 2010.
Die Deutsche Telekom ist eines dieser Unternehmen, das vier Jahre lang steigende Gewinne vorweisen kann. Mit einem robusten Geschäftsmodell, das auf Telekommunikationsdienstleistungen setzt, konnte das Unternehmen auch in Krisenzeiten seine Gewinne steigern.
Auch die Münchener Rück, die als Rückversicherer agiert, konnte ihre Gewinne trotz der Coronakrise und der Schwäche des China-Geschäfts kontinuierlich steigern. Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert auf langfristigen Verträgen, die auch in Krisenzeiten Bestand haben.
Ebenfalls auf langfristige Verträge setzt das Unternehmen Vonovia, das im Bereich Immobilien tätig ist. Die starke Nachfrage nach Wohnraum und die langfristigen Mietverträge sorgen für stabile Gewinne, die seit 2019 kontinuierlich gestiegen sind.
Trotz der Turbulenzen im globalen Markt konnte auch die Allianz ihre Gewinne kontinuierlich steigern. Das Unternehmen profitiert von seiner breiten Aufstellung im Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbereich, die auch in Krisenzeiten stabile Erträge generieren.
Die beiden anderen Unternehmen, die seit 2019 kontinuierlich ihre Gewinne steigern konnten, sind SAP und Merck. SAP, ein Softwareunternehmen, konnte von der Digitalisierungswelle profitieren und seine Produkte und Dienstleistungen in der Krise erfolgreich verkaufen. Merck hingegen setzt auf die Herstellung von Pharmazeutika und Spezialchemikalien, die eine stabile Nachfrage aufweisen.
Trotz der Widrigkeiten in den letzten Jahren konnten diese sechs Unternehmen ihre Gewinne kontinuierlich steigern und sich somit als Stützen der deutschen Wirtschaft behaupten.
