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Schnell handeln bei verlorener Bankkarte

Wichtige Schritte und Kosten bei der Sperrung

2 Min
Schnell handeln bei verlorener Bankkarte

Wenn eine Bankkarte verloren geht oder gestohlen wird, ist schnelles Handeln erforderlich. Das Sperren der Karte ist dabei ein entscheidender Schritt, um mögliche finanzielle Schäden zu begrenzen. Banken erstatten unberechtigte Abbuchungen erst ab dem Zeitpunkt der Sperrung. Vorher getätigte Transaktionen, bei denen der Karteninhaber nicht grob fahrlässig gehandelt hat, können bis zu 50 Euro kosten. Die Haftung hängt davon ab, wie schnell die Sperrung erfolgt und ob grobe Fahrlässigkeit vorliegt, wie durch Gerichtsurteile festgestellt wurde.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Bankkarte zu sperren. Die gängigste Methode ist die Kontaktaufnahme zur Bank, entweder persönlich, telefonisch oder über das Online-Banking. Viele Banken bieten rund um die Uhr erreichbare Notrufnummern an, über die die Sperrung veranlasst werden kann. Kreditkartenunternehmen wie Mastercard und American Express haben ebenfalls eigene Notrufnummern eingerichtet. Für Mastercard lautet die Nummer 0800 071 3542, für Visa-Card 0800 811 8440 und für American Express +49 69 9797-1000. Der zentrale Sperr-Notruf 116 116 ist ebenfalls eine Option, die alle Girokarten sperren kann, allerdings nicht immer für Kreditkarten geeignet ist.

Zusätzlich zu den Bank- und Kreditkartenunternehmen gibt es die kostenlose Sperr-App 116 116, die für iOS und Android verfügbar ist und eine einfache Sperrung der Karten ermöglicht. Besitzer von Bezahldiensten wie Apple Pay oder Google Pay sollten ebenfalls darauf achten, ihre digitalen Karten zu sperren, falls ihr Smartphone verloren geht oder gestohlen wird.

Die Polizei sollte informiert werden, da die Sperrung über den Sperr-Notruf oder die Bank nicht immer alle Missbrauchsmöglichkeiten abdeckt. Die Bundespolizei empfiehlt daher, eine Anzeige zu erstatten und eine KUNO-Sperrung vorzunehmen. Dieses System hilft, Zahlungen mit der gesperrten Karte bei angeschlossenen Händlern zu blockieren. Die KUNO-Sperrung betrifft jedoch nicht alle Kreditkarten und ist nicht bei allen Händlern wirksam.

Für die Sperrung einer Bankkarte sind bestimmte Daten erforderlich. Bei Girokarten sind Bankleitzahl und Kontonummer oder IBAN notwendig. Bei Kreditkarten wird meistens die Kartennummer benötigt. Beim KUNO-System sind zusätzlich die Kartenfolgenummer erforderlich, um eine dauerhafte Sperrung zu gewährleisten. Banken dürfen für die Sperrung der Karte keine Gebühren erheben, wohl aber für die Ausstellung einer Ersatzkarte. Diese Gebühr liegt üblicherweise zwischen 5 und 20 Euro. Die Meldung beim KUNO-Sperrdienst sowie der Service des Sperr-Notrufs sind kostenlos, es können jedoch Gebühren für Anrufe aus dem Ausland anfallen.

In vielen Fällen kann eine gesperrte Karte wieder entsperrt werden, indem man sich direkt an die Bank wendet. Falls die Karte über das KUNO-System gesperrt ist, sollte auch die Polizei benachrichtigt werden, um den Eintrag gegebenenfalls zu löschen.

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