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Samsung verdoppelt Galaxy-AI-Geräte

Konzern setzt auf breite KI-Integration trotz Chipengpässen

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Samsung verdoppelt Galaxy-AI-Geräte

Samsung Electronics plant, die Zahl seiner mobilen Geräte mit integrierten „Galaxy AI“-Funktionen im laufenden Jahr deutlich auszuweiten. Nach Angaben des Co-Vorsitzenden T M Roh soll sich die Menge der entsprechenden Smartphones und Tablets auf rund 800 Millionen Einheiten erhöhen. Damit würde sich der Bestand gegenüber dem Vorjahr verdoppeln, nachdem die KI-Funktionen bis Ende 2025 auf etwa 400 Millionen Geräte ausgerollt worden waren. Die Erweiterung ist Teil einer umfassenden Strategie, Künstliche Intelligenz schneller und breiter in das gesamte Produktportfolio zu integrieren.

Galaxy AI umfasst eine Reihe von KI-gestützten Anwendungen, die sowohl auf Googles Sprachmodell Gemini als auch auf Samsungs eigenem Assistenten Bixby basieren. Die Funktionen reichen von Such- und Übersetzungstools über Zusammenfassungen bis hin zu generativen Bearbeitungs- und Produktivitätsanwendungen für Bilder und Texte. Nach Einschätzung des Managements ist die Nachfrage nach solchen Funktionen in kurzer Zeit stark gestiegen. Interne Umfragen zeigen, dass die Bekanntheit der Marke Galaxy AI innerhalb eines Jahres von etwa 30 auf rund 80 Prozent zugenommen hat.

Mit der Ausweitung der KI-Funktionen will Samsung seine Position im globalen Wettbewerb stärken. Das Unternehmen versucht, im Smartphone-Markt wieder stärker an Apple heranzurücken und sich zugleich gegen chinesische Wettbewerber zu behaupten. Darüber hinaus sollen integrierte KI-Dienste auch in anderen Produktkategorien wie Fernsehern und Haushaltsgeräten eingesetzt werden. Für Google bedeutet die enge Zusammenarbeit mit Samsung einen zusätzlichen Schub im Wettbewerb mit anderen Anbietern von KI-Modellen, da der Zugang zu Hunderten Millionen Endgeräten neue Nutzer erschließt.

Parallel zu den Chancen durch KI steht Samsung jedoch vor Herausforderungen. Ein weltweit angespannter Markt für Speicherchips belastet die Kostenstruktur, insbesondere im Smartphone-Geschäft. Zwar profitiert die Halbleitersparte von höheren Preisen, doch die Knappheit wirkt sich auf Margen und Lieferketten aus. Das Management schließt Preisanpassungen bei Endprodukten nicht aus und spricht von unvermeidbaren Effekten durch gestiegene Chippreise. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen mit Partnern an langfristigen Strategien, um die Auswirkungen abzufedern.

Auch der Markt für faltbare Smartphones entwickelt sich langsamer als zunächst erwartet. Technische Komplexität und ein noch begrenztes Angebot passender Anwendungen bremsen die Nachfrage. Dennoch rechnet Samsung damit, dass dieses Segment in den kommenden Jahren breiter angenommen wird. Marktbeobachter gehen zudem davon aus, dass der globale Smartphone-Markt unter dem Druck steigender Preise insgesamt schrumpfen könnte, was den Wettbewerb weiter verschärft.

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