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Salesforce rüstet Slack mit KI-Chatbot auf – Angriff auf Microsoft Teams

Salesforce stattet seinen Messaging-Dienst Slack mit einem KI-gestützten Chatbot aus, der auf Anthropics Claude-Modell basiert. Der neue Slackbot soll Nutzern helfen, relevante Informationen über verschiedene Plattformen hinweg zu finden und die Produktiv

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Salesforce rüstet Slack mit KI-Chatbot auf – Angriff auf Microsoft Teams

Salesforce geht mit seinem Messaging-Dienst Slack in die KI-Offensive und rüstet die Plattform mit einem leistungsfähigen Chatbot aus. Der neue Slackbot nutzt das Claude-Modell des KI-Unternehmens Anthropic und kann Daten aus verschiedenen Diensten wie Slack selbst, Salesforce, Google Drive, Box und Atlassians Confluence durchsuchen. Laut Mitbegründer und Technologiechef Parker Harris testet das Unternehmen jedoch auch alternative KI-Modelle.

Salesforce-Aktie unter Druck

Während der KI-Boom Unternehmen wie Nvidia, Broadcom und Google beflügelt hat, bleibt die Wall Street skeptisch gegenüber Unternehmenssoftware-Anbietern wie Salesforce. Die Aktie des CRM-Riesen verlor im vergangenen Jahr 18 Prozent, während der Nasdaq im gleichen Zeitraum um 24 Prozent zulegte. Anleger fragen sich, ob traditionelle Softwareanbieter von neuen KI-Tools verdrängt werden könnten.

Harris widerspricht dieser Einschätzung energisch. Große Sprachmodelle und die darauf aufbauenden Coding Agents würden Cloud-Software nicht disruptieren, betont der Salesforce-Manager. Dienste wie OpenAIs ChatGPT seien zudem nicht an Unternehmenssysteme angebunden – genau hier sieht Salesforce seinen Wettbewerbsvorteil.

Schnellste Produkteinführung in Salesforce-Geschichte

Der neue Slackbot ist laut Harris die am schnellsten angenommene Funktion in der 27-jährigen Geschichte von Salesforce. Die Idee entstand, als zwei Slack-Ingenieure überlegten, wie CEO Marc Benioff ein internes Tool nutzen könnte, anstatt instinktiv ChatGPT zu öffnen und vertrauliche Unternehmensdokumente hochzuladen.

Harris nutzt den Chatbot selbst zur Vorbereitung auf Meetings und zur Recherche von Themen. Er erwartet, dass Nutzer von Microsofts Teams zu Slack wechseln und Unternehmen möglicherweise ChatGPT-Abonnements kündigen, wenn sie die Leistungsfähigkeit von Slackbot erkennen.

Konkurrenz schläft nicht

Allerdings hinkt Slack der Konkurrenz zeitlich hinterher. Google und Microsoft bieten bereits seit geraumer Zeit KI-Add-ons in ihren Produktivitätspaketen an. Seit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 sind zahlreiche Chatbots auf den Markt gekommen – Slack war hier ein relativer Nachzügler.

Zudem gab es personelle Rückschläge: Im Dezember wechselte Slack-CEO Denise Dresser zu OpenAI als Chief Revenue Officer. Rob Seaman, zuvor Produktchef von Slack, übernahm als Interims-CEO der Einheit.

Praxistest zeigt Zeitersparnis

Demetri Salvaggio, Vizepräsident beim Geschäftsreisesoftware-Unternehmen Engine, testet die neuen Slackbot-Funktionen bereits. Er nutzt das Tool für eine "Gedanken-Überprüfung" am Ende des Arbeitstages, um sicherzustellen, dass keine wichtigen Nachrichten unbeantwortet blieben. Salvaggio schätzt, dass ihm Slackbot wöchentlich 45 Minuten bis eine Stunde Zeit spart.

Engine verfügt zwar über Lizenzen für Googles Gemini und Anthropics Claude, diese seien jedoch nicht in die Slack-Umgebung eingebettet. Genau diese nahtlose Integration ist der Vorteil des neuen Slackbot.

Agentforce als zweites Standbein

Neben Slackbot setzt Salesforce auf seine Agentforce-Dienste zur Automatisierung des Kundenservice und anderer Geschäftsfunktionen. Slack wird laut einem Unternehmenssprecher von Millionen Menschen in Tausenden Organisationen genutzt und sei eines der am schnellsten wachsenden Cloud-Angebote von Salesforce.

Die Strategie ist klar: Salesforce will die KI-Integration in bestehende Unternehmensworkflows als Wettbewerbsvorteil gegenüber generischen KI-Chatbots ausspielen. Ob dies ausreicht, um die Skepsis der Wall Street zu überwinden, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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