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Rückgang bei E-Auto-Zulassungen

Hersteller reduzieren Produktion, Verbrenner erleben unerwartetes Comeback

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Rückgang bei E-Auto-Zulassungen

Die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland verzeichneten im September einen erheblichen Rückgang, was weitreichende Auswirkungen auf den Gesamtmarkt hatte. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wurden 31.714 Elektrofahrzeuge neu angemeldet, was einem Minus von 28,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Gründe für diese Dynamik sind vielschichtig und lassen sich nicht auf einen einzelnen Faktor reduzieren. Interessanterweise hatte der Absatz von Elektroautos im August noch um 170 Prozent zugelegt, was teilweise auf Unternehmen zurückzuführen ist, die Käufe vorgezogen hatten, um von den staatlichen Subventionen zu profitieren, die kurz darauf ausliefen.

Die auslaufenden staatlichen Subventionen für gewerbliche Elektroautos spielten eine entscheidende Rolle bei dem Rückgang, da viele Firmen ihre Käufe in den August vorgezogen hatten, um noch von den staatlichen Unterstützungen zu profitieren. Constantin Gall, Mobilitätsexperte der Beratungsgesellschaft EY, betonte, dass dieser Rückgang in den Neuzulassungen im September wenig überraschend sei. Der ausbleibende Impuls durch fehlende staatliche Anreize hat also unmittelbare Auswirkungen auf den Markt.

Auf der anderen Seite erlebten Autos mit Verbrennungsmotoren einen Aufschwung: Benzinfahrzeuge legten um neun Prozent zu und Dieselautos um fünf Prozent, auch Hybridfahrzeuge waren im September wieder verstärkt gefragt. Doch das Plus bei den Verbrennern und Dieselfahrzeugen konnte das Defizit bei den Elektroautos nicht kompensieren. Insgesamt wurden laut KBA 224.502 Pkw im September neu zugelassen, eine Zahl, die nahezu identisch mit der des Vorjahres ist.

Durch die geringere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen reduzierten Hersteller auch ihre Produktion. Im September liefen in Deutschland 340.500 Fahrzeuge von den Bändern der Hersteller, was einem Rückgang von acht Prozent entspricht. Dabei wurden 265.500 Wagen exportiert, fünf Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Obwohl der Markt für Pkw nach Branchenangaben insgesamt auf Kurs bleibt und in diesem Jahr "einen spürbaren Zuwachs" verzeichnet, gibt es unter den Herstellern und Importeuren auch Bedenken. Reinhard Zirpel, Chef des Importeurverbands VDIK, äußerte Besorgnis über die nachhaltig niedrigen Auftragseingänge, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nicht mehr so dynamisch wächst wie in den vorangegangenen Jahren.

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