Rolls-Royce plant Aktienrückkauf von bis zu 1,5 Milliarden Pfund
Der britische Triebwerkshersteller will im Rahmen seiner Jahresergebnisse am 26. Februar ein neues Rückkaufprogramm ankündigen.

Rolls-Royce Holdings plant einem Bericht von Sky News zufolge ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Pfund – umgerechnet rund 2 Milliarden US-Dollar. Die Ankündigung soll demnach zusammen mit den Jahresergebnissen am 26. Februar erfolgen. Reuters konnte die Meldung bislang nicht unabhängig bestätigen, Rolls-Royce selbst äußerte sich zunächst nicht.
Das geplante Programm wäre eine deutliche Ausweitung gegenüber dem Vorjahr: Bereits bei den Ergebnissen 2024 hatte der Konzern ein Rückkaufprogramm über 1 Milliarde Pfund aufgelegt. Die erneute Kapitalrückführung signalisiert das wachsende Vertrauen des Managements in die finanzielle Stärke des Unternehmens.
Starke operative Erholung als Grundlage
Die Grundlage für das ambitionierte Programm bildet eine deutlich verbesserte Ertragslage. Im Juli vergangenen Jahres hatte Rolls-Royce seine Jahresprognose angehoben: Die Obergrenze für den operativen Gewinn stieg um 300 Millionen Pfund auf 3,2 Milliarden Pfund, der erwartete Free Cashflow erhöhte sich um 200 Millionen Pfund auf 3,1 Milliarden Pfund. Analysten rechnen für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem zugrundeliegenden Betriebsgewinn zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund.
Als Treiber der positiven Entwicklung gilt die steigende Nachfrage der Flugzeughersteller nach Triebwerken. Der zivile Luftfahrtmarkt hat sich nach den schweren Einbrüchen durch die COVID-19-Pandemie zu Beginn des Jahrzehnts deutlich erholt. Rolls-Royce profitiert dabei als einer der weltweit führenden Hersteller von Großtriebwerken für Langstreckenflugzeuge besonders stark.
Für deutsche Anleger ist die Rolls-Royce-Aktie über die Londoner Börse (LON: RR) sowie über deutsche Handelsplätze zugänglich. Die Jahresergebnisse am 26. Februar dürften den nächsten wichtigen Kurstreiber für das Papier liefern, das seit dem Turnaround unter Konzernchef Tufan Erginbilgic zu den stärksten europäischen Industrieaktien zählt.
