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Rivian-Aktie im Fokus: Analysten uneins über Zukunftsaussichten des E-Auto-Herstellers

Nach Quartalszahlen spalten sich die Expertenmeinungen – Kursziele reichen von 14 bis 20 Dollar

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Rivian-Aktie im Fokus: Analysten uneins über Zukunftsaussichten des E-Auto-Herstellers

Die jüngsten Quartalszahlen von Rivian Automotive sorgen für geteilte Meinungen unter Analysten. Während Stifel optimistisch auf die Entwicklung des Elektroauto-Startups blickt, warnt Davidson vor überzogenen Erwartungen. Die Aktie reagierte zunächst positiv auf den geringer als erwarteten Verlust im vierten Quartal.

Stifel-Analysten heben in ihrer aktuellen Einschätzung die Fortschritte des Unternehmens hervor. Besonders die Verbesserung der Margen und das Hochfahren der Produktion würden die positive Entwicklung unterstreichen. Die Experten bestätigen ihre Kaufempfehlung und heben das Kursziel von 17 auf 20 Dollar an.

Das neue Modell R2 steht im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie. Die Verkaufsprognosen für das Fahrzeug fallen sehr positiv aus, gestützt durch ermutigende Berichte zur Vorproduktion. Zudem erwarten die Analysten bessere Margen, sobald die R2-Produktion in der zweiten Jahreshälfte hochgefahren wird. Das margenstärke Software- und Dienstleistungsgeschäft soll zusätzliches Wachstumspotenzial bieten.

Kritische Stimmen zur Markteinführung

Davidson-Analysten sehen die Euphorie der Anleger deutlich kritischer. Sie stuften Rivian von "Neutral" auf "Underperform" herab und senkten das Kursziel von 15 auf 14 Dollar. Ihre Bedenken konzentrieren sich auf den schwächer als erwarteten Ausblick für das R1-Modell und die erheblichen Risiken bei der R2-Markteinführung.

"Um den aktuellen Ausblick zu erfüllen, muss Rivian den besten Start eines mittelgroßen Elektrofahrzeugs seit 2021 hinlegen – und das ohne den Vorteil von Steuergutschriften oder eines flächendeckenden Händlernetzes", warnen die Analysten. Es müsse vieles glattlaufen, damit Rivian seine Jahresziele erreiche.

Mercedes-Benz mit hohen Kapitalrückzahlungen

Auch Mercedes-Benz stand im Fokus der Analysten. Der deutsche Automobilhersteller enttäuschte zwar mit seinem Ausblick, kündigte jedoch Kapitalrückzahlungen von rund 6 Milliarden Euro für 2026 an. Dies entspricht einer Aktionärsrendite von 11 Prozent.

UBS-Analyst Patrick Hummel sieht in der Prognose für die Gewinnmarge im Pkw-Geschäft von 3 bis 5 Prozent Potenzial für Herabstufungen. Der Konsens hatte 4 bis 6 Prozent erwartet. Die überraschend hohe Dividende und mögliche weitere Aktienrückkäufe würden jedoch die Wartezeit auf eine Margenerholung versüßen.

Der geplante Verkauf von Mercedes-Benz-Anteilen an Daimler Truck erhöht das Potenzial für künftige Kapitalrückzahlungen. Die UBS senkte ihr Kursziel von 63 auf 58 Euro, beließ die Einstufung aber auf "Neutral". Die Mercedes-Aktie legte um 1,2 Prozent auf 58,35 Euro zu.

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