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Rick Rule: M&A-Welle im Bergbausektor steht unmittelbar bevor

Rohstoffexperte Rick Rule prognostiziert: Die nächsten zwei Jahre im Bergbau werden von Fusionen und Übernahmen dominiert.

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Rick Rule: M&A-Welle im Bergbausektor steht unmittelbar bevor

Der erfahrene Rohstoffinvestor Rick Rule sieht den Bergbausektor vor einer massiven Welle von Fusionen und Übernahmen. Auf dem Rule Symposium on Resource Investment im amerikanischen Boca Raton, Florida, erklärte er gegenüber Henry Lazenby, Western Editor von The Northern Miner, dass die kommenden zwei Jahre von M&A-Aktivitäten geprägt sein werden. Der Grund: Produzenten kämpfen nach einem Jahrzehnt schwacher Investitionen darum, ihre schwindenden Reserven zu ersetzen.

„Der einzige Weg, wie sie sich behaupten können – geschweige denn wachsen –, sind Fusionen und Übernahmen", sagte Rule. „Das Thema der nächsten zwei Jahre an den Kapitalmärkten im Bergbau lautet M&A, M&A und M&A."

Jahrzehnt der Investitionszurückhaltung rächt sich

Der Hintergrund dieser Entwicklung liegt in einer strukturellen Fehlentwicklung der Branche. Nach einer kostspieligen Ausgabenwelle zwischen 2000 und 2010 drängten die Kapitalmärkte die Bergbauunternehmen dazu, Kapital in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückzugeben. Diese Disziplin stärkte zwar die Bilanzen der Unternehmen, dünnte jedoch gleichzeitig die Projekt-Pipelines erheblich aus.

Das Ergebnis ist heute spürbar: Viele Branchenriesen und mittelgroße Produzenten verfügen schlicht nicht über genügend neue Minen, um ihr bestehendes Produktionsniveau langfristig aufrechtzuerhalten. Der Mangel an fortgeschrittenen Projekten ist damit nicht nur ein strategisches Problem einzelner Unternehmen, sondern ein strukturelles Dilemma der gesamten Branche.

Kupfer, Uran und Gold im Fokus der Übernahmen

Besonders betroffen von diesem Engpass sind die Märkte für Kupfer, Uran und Gold. Rule zufolge könnte der Mangel an fortgeschrittenen Projekten das Übernahmeinteresse an Entwicklern in genau diesen Segmenten deutlich steigern. Denn während sich das Angebot verknappt und die Zeitpläne für den Minenbau immer länger werden, suchen Produzenten nach schnellen Lösungen.

Genehmigte oder kurz vor dem Bau stehende Anlagen lassen sich schlicht schneller erwerben, als vergleichbare Lagerstätten neu entdeckt und entwickelt werden können. Dies erhöht nach Einschätzung von Rule den Wert der wenigen Projekte, die über die entsprechende Größe, eine solide Wirtschaftlichkeit und ein glaubwürdiges Management verfügen – und macht sie zu attraktiven Übernahmezielen für kapitalkräftige Produzenten.

Für deutsche Privatanleger, die in Rohstoffaktien oder Bergbauunternehmen investiert sind, könnte diese Entwicklung bedeutende Chancen bieten. Kleinere Entwicklungsgesellschaften mit fortgeschrittenen Projekten in gefragten Rohstoffsegmenten könnten von steigendem Übernahmeinteresse profitieren und entsprechende Kursaufschläge verzeichnen. Die Aussagen von Rick Rule, der als einer der renommiertesten Rohstoffinvestoren Nordamerikas gilt, werden in der Branche traditionell mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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