Rezessionsresistente Aktien: Schutz vor KI-Risiken und Zollsorgen
Steigende US-Zölle und KI-Disruption erschüttern das Marktvertrauen – diese acht Aktien bieten Anlegern jetzt Stabilität.

Die US-Börsen starten turbulent in die neue Woche. Präsident Donald Trump kündigte am Wochenende an, die weltweiten US-Zölle von 10 auf 15 Prozent anzuheben – ein Signal, das die wichtigsten Aktienindizes zum Wochenauftakt deutlich ins Minus drückte. Gleichzeitig wachsen die Sorgen über die disruptive Kraft künstlicher Intelligenz auf etablierte Branchen.
Besonders hart traf es IBM: Die Aktie des Technologieriesen verlor am Montag mehr als 13 Prozent an Wert. Auslöser war die Ankündigung des KI-Unternehmens Anthropic, ein neues Tool zur Modernisierung veralteter COBOL-Systeme vorzustellen. COBOL ist eine Jahrzehnte alte Programmiersprache, auf der noch heute kritische Infrastrukturen bei Banken, Fluggesellschaften und Behörden laufen. IBM verdient bisher gut an der aufwändigen Pflege solcher Altsysteme. Auch Accenture, das Unternehmen bei Technologie-Upgrades begleitet, verlor mehr als 6 Prozent.
Einen weiteren Dämpfer lieferte ein viel beachteter Bericht von Citrini Research. Die Analyse warnt vor einer sogenannten globalen Intelligenzkrise: Durch fortschreitende KI-Automatisierung könnte die US-Arbeitslosenquote bis 2028 auf über 10 Prozent steigen. Was in den vergangenen Jahren als Treiber des Bullenmarktes galt, wird von immer mehr Anlegern nun als Risikofaktor eingestuft.
Rezessionsresistente Aktien rücken in den Fokus
Vor diesem Hintergrund überdenken viele Anleger ihre Portfolioaufstellung. Gefragt sind nun Unternehmen mit soliden Bilanzen, stabilem Cashflow und widerstandsfähigen Geschäftsmodellen – Qualitäten, die in Abschwungphasen besonders wertvoll sind. Solche Titel können nicht nur Verluste begrenzen, sondern auch Marktanteile gewinnen, wenn schwächere Wettbewerber unter Druck geraten.
Ein praktisches Werkzeug für die Suche nach solchen Werten bietet der Aktienscreener von Investing.com mit einem vorkonfigurierten Filter für rezessionsresistente Aktien. Dieser hebt Unternehmen hervor, die sechs definierte Kriterien zu Bilanzstärke und Gewinnstabilität erfüllen. Aktuell qualifizieren sich mehr als 40 in den USA börsennotierte Unternehmen für diesen Filter.
Wer die Auswahl weiter schärfen möchte, kann einen zusätzlichen Filter anwenden: ein Aufwärtspotenzial von mehr als 30 Prozent auf Basis der Fair-Value-Schätzungen von InvestingPro. Dieses Modell kombiniert mehrere etablierte Bewertungsansätze. Nach Anwendung dieses Kriteriums verbleiben genau acht Aktien auf der Liste – allesamt mit Abschlägen zwischen 31,2 und 73,2 Prozent zum fairen Wert gehandelt.
Dividendenstarke Titel als weitere Option
Neben dem Qualitätsansatz rücken auch dividendenstarke Aktien in den Blickpunkt. In Abschwungphasen können regelmäßige Ausschüttungen die Schwankungen im Portfolio spürbar dämpfen. Der Screener von Investing.com bietet hierfür acht fertige Filter, die speziell auf Dividendenstrategien ausgerichtet sind und einkommensorientierte Gelegenheiten leichter auffindbar machen.
Anleger sollten in diesem Umfeld selektiv vorgehen und sich auf fundamentale Stärke konzentrieren. Die Kombination aus Zollrisiken, KI-Disruption und möglichen Rezessionsszenarien spricht für eine defensivere Positionierung – ohne dabei auf Renditechancen vollständig zu verzichten.
