Rekordstände für den Nikkei-Index in Tokio
Unsicherheit in China belastet die Märkte trotz positiver Trends in Japan

Die Märkte in Asien zeigen sich uneinheitlich, während die japanischen Anleger vor allem bei Chip-Aktien stark zuschlagen. Der Nikkei-Index in Tokio, der 225 Werte umfasst, erreichte am Dienstag einen Anstieg von 1,6 Prozent und kletterte auf 40.232 Punkte, wodurch er erstmals seit Ende Januar wieder die Marke von 40.000 Punkten überschritt. Der Handel schloss den Nikkei-Index bei 39.911 Punkten, was einem Plus von 0,8 Prozent entspricht. Auch der breiter gefasste Topix-Index konnte zulegen und schloss bei 2.726 Punkten, was einem Anstieg von rund 0,6 Prozent entspricht.
Die positive Entwicklung des Nikkei-Indexes wurde durch optimistische Vorgaben von der Wall Street und die Hoffnung auf gute Unternehmenszahlen unterstützt. Insbesondere Technologiewerte fanden großen Anklang bei den Investoren. Aktien von Unternehmen wie Tokyo Electron und Advantest stiegen um bis zu 4,5 Prozent. Auch die Papiere des Technologie-Investors Softbank verzeichneten einen deutlichen Anstieg von knapp sechs Prozent. Diese Bewegungen spiegeln das Vertrauen der Anleger in den Technologiesektor wider, der als Haupttreiber der aktuellen Marktperformance gilt.
Im Gegensatz dazu zeigte sich die Börse in Shanghai schwächer. Hier fiel der Index um 1,4 Prozent auf 3.240 Zähler. Die Unsicherheit bezüglich geplanter staatlicher Konjunkturhilfen belastete die Stimmung in China. Das chinesische Finanzministerium hatte am Wochenende zwar ein Konjunkturpaket in Aussicht gestellt, jedoch blieben Details zu Umfang und Zeitplan bislang aus. Anlagestratege Alex Loo vom Brokerhaus TD Securities äußerte die Erwartung, dass bei der kommenden Sitzung des Ständigen Komitees des Nationalen Volkskongresses gegen Monatsende weitere Informationen zu den Hilfsmaßnahmen bekanntgegeben werden.
Die divergierenden Entwicklungen in Japan und China zeigen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Anlegerstimmungen in beiden Ländern. Während Japan von einer Welle des Optimismus im Technologiesektor profitiert, sorgt die Ungewissheit über staatliche Maßnahmen in China für Verunsicherung unter den Investoren.
