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Privatanleger meiden Magnificent Seven und entdecken neue KI-Aktien

Statt auf die großen Tech-Giganten zu setzen, suchen Privatanleger gezielt nach KI-Profiteuren abseits des Mainstreams.

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Privatanleger meiden Magnificent Seven und entdecken neue KI-Aktien

Der Boom rund um Künstliche Intelligenz zieht Privatanleger in seinen Bann – doch nicht alle setzen dabei auf die bekannten Schwergewichte. Immer mehr Investoren wenden sich von den sogenannten „Glorreichen Sieben" ab und suchen stattdessen nach Unternehmen, die vom KI-Wachstum profitieren, ohne selbst im Rampenlicht zu stehen.

Alex Cardona, ein 50-jähriger Direktor eines Softwareunternehmens, beschreibt seine Strategie mit einem treffenden Bild: Wenn der KI-Boom einem Goldrausch gleicht, will er abseits der üblichen Stellen graben. Statt in die großen, bereits hoch bewerteten Tech-Konzerne zu investieren, setzt er auf Unternehmen aus der KI-Infrastruktur.

Infrastruktur statt Schaufenster

Konkret investierte Cardona in Unternehmen wie den Rechenzentrumsbetreiber Equinix sowie das Halbleiterunternehmen Marvell Technology. Beide Unternehmen gelten als Zulieferer und Enabler des KI-Ökosystems – sie liefern die technische Grundlage, auf der KI-Anwendungen überhaupt erst funktionieren können.

Equinix betreibt weltweit Rechenzentren und profitiert direkt vom steigenden Bedarf an Rechenkapazität, den KI-Modelle und -Anwendungen erzeugen. Marvell Technology wiederum entwickelt Halbleiter, die in Netzwerk- und Speicherlösungen eingesetzt werden – ebenfalls ein zentraler Baustein moderner KI-Infrastruktur.

Eine Strategie mit historischer Logik

Die Analogie zum Goldrausch ist in der Investmentwelt nicht neu. Historisch gesehen verdienten beim Goldrausch des 19. Jahrhunderts oft nicht die Goldgräber selbst das meiste Geld, sondern jene, die Schaufeln, Jeans und Verpflegung verkauften. Übertragen auf den KI-Boom bedeutet das: Wer die Infrastruktur bereitstellt, könnte langfristig stabiler profitieren als die Unternehmen, die direkt im KI-Wettbewerb stehen.

Die „Glorreichen Sieben" – darunter Unternehmen wie Apple, Microsoft, Nvidia, Alphabet, Amazon, Meta und Tesla – haben in den vergangenen Jahren enorme Kursgewinne verzeichnet und sind entsprechend hoch bewertet. Für viele Privatanleger erscheinen Alternativen aus dem Infrastrukturbereich daher attraktiver, da sie möglicherweise noch nicht vollständig eingepreist sind.

Für deutsche Privatanleger ist diese Entwicklung besonders relevant: Auch hierzulande wächst das Interesse an KI-Investments, und die Frage, wie man am besten vom Megatrend KI profitiert, beschäftigt viele Anleger. Die Strategie, auf Infrastrukturanbieter statt auf die großen Plattformunternehmen zu setzen, bietet dabei eine interessante Perspektive – birgt jedoch wie jede Investmentstrategie eigene Risiken, die sorgfältig abgewogen werden sollten.

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