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Preiskampf zehrt an Tesla-Gewinnen

Operative Marge sinkt auf Niveau der Konkurrenz

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Preiskampf zehrt an Tesla-Gewinnen

Der Elektroautopionier Tesla hat im dritten Quartal schwächere Zahlen präsentiert und einen deutlichen Rückgang der Gewinnmarge verzeichnet. Hintergrund ist ein von Tesla angezettelter Preiskampf in den USA, der die Margen unter Druck setzt. Zudem kämpft das Unternehmen mit Produktionsproblemen beim Hoffnungsträger Cybertruck.

In der Quartalskonferenz zeigte sich Tesla-Chef Elon Musk ungewohnt skeptisch zur weiteren Entwicklung. Das enorme Wachstumstempo der letzten Jahre sei nicht "für immer" durchzuhalten, so Musk. Die anhaltenden Lieferengpässe und die abkühlende Wirtschaftslage dämpfen die Erwartungen.

Durch die im Sommer vorgenommenen Preissenkungen in den USA konnte Tesla zwar den Absatz erhöhen. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar. Allerdings ging der Nettogewinn um 44 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar zurück. Vor allem sank die operative Marge deutlich auf nur noch 7,6 Prozent, nach 17,2 Prozent im Vorjahresquartal. Damit nähert sich Tesla dem Niveau traditioneller Autobauer an.

Auch die ambitionierten Pläne für den elektrischen Cybertruck, Teslas Hoffnungsträger im wichtigen Pick-up-Segment, wurden gedämpft. Musk bezeichnete das Fahrzeug als "zu komplex" und geht nun von 1-1,5 Jahren Verzögerung aus, bis es nennenswert zum Umsatz beiträgt.

An der Börse wurden die Tesla-Zahlen negativ aufgenommen. Die Aktie verlor über 9 Prozent an Wert. Analysten verwiesen auf die fallenden Margen und die geringeren Wachstumserwartungen. Damit setzt sich Teslas Abstieg von den Höhenflügen der Vorjahre fort.

Zwar bleibt das Unternehmen globaler Marktführer bei Elektroautos. Doch die Konkurrenz hat massiv aufgeholt. In China wurde Tesla von BYD als absatzstärkster E-Autobauer abgelöst. Und auch deutsche Hersteller wie VW liefern immer mehr Stromer aus. In den USA bringen GM und Ford neue Elektromodelle auf den Markt.

Branchenexperten sehen Tesla daher an einem Scheideweg. Die Phase des Hypes und überdurchschnittlichen Wachstums sei wohl vorbei. Nun gelte es, sich als ernsthafter Volumenhersteller zu etablieren und die Massenproduktion profitabel zu gestalten. Eine Herkulesaufgabe für Tesla nach den rasanten Jahren.

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