Porsche verzeichnet schwache Elektroauto-Verkaufszahlen
Teilemangel und Nachfragerückgang beeinträchtigen den Verkauf

Porsche hat kürzlich beeindruckende Geschäftszahlen präsentiert: Bis September des laufenden Jahres wuchs der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beachtliche neun Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, wobei der Umsatz sogar um 12,6 Prozent auf 30,1 Milliarden Euro anstieg. Mit solch beeindruckenden Zahlen bleibt das Unternehmen der stärkste Gewinnbringer innerhalb des VW-Konzerns. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es einen Bereich, in dem Porsche offenbar hinterherhinkt: Elektrofahrzeuge.
Trotz eines robusten Gesamtwachstums steht Porsche in der Elektromobilitätssparte vor einigen Herausforderungen. Der Taycan, Porsches einziger vollelektrischer Sportwagen, hat zwar seine Auslieferungszahlen gegenüber dem Vorjahr gesteigert, liegt aber weit hinter den einstigen Höchstmarken zurück. Erstaunlich war, dass der Taycan im Jahr 2021 sogar mehr Käufer fand als das legendäre 911er Modell. Aber seitdem hat das E-Modell diese Verkaufszahlen nicht mehr erreicht.
Einige Faktoren haben zum derzeitigen Stand der Elektro-Verkäufe von Porsche beigetragen. Teilemangel, vor allem von speziellen Komponenten für den Taycan, haben Anfang des Jahres zu Lieferschwierigkeiten geführt. Zusätzlich hat die allgemein abgeschwächte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in einigen Ländern auch Porsche beeinflusst. Interessanterweise sind auch die steigenden Preise für den Taycan zu beobachten. In der Basisversion ist das Modell nun fast 5000 Euro teurer als zu Jahresbeginn. Und obwohl Porsche in den ersten drei Quartalen des Jahres weniger Fahrzeuge in China verkauft hat, ist die Zulassung von Taycans in diesem Markt nur geringfügig gestiegen.
Ein weiterer denkbarer Grund für den verlangsamten Verkauf des Taycans könnte das erwartete Facelift des seit 2019 erhältlichen Modells sein. Solche Ankündigungen können potenzielle Käufer dazu veranlassen, ihre Kaufentscheidung aufzuschieben.
Für die nahe Zukunft setzt Porsche seine Hoffnungen auf den elektrischen Macan, der 2024 auf den Markt kommen soll. Obwohl er mit zwei Jahren Verspätung eingeführt wird, verspricht das Unternehmen eine verbesserte Software. Experten sind der Meinung, dass genau solche Fortschritte dringend benötigt werden, insbesondere angesichts von Herausforderungen wie der verspäteten Produktion und Auslieferung neuer Modelle.
