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Polen hält trotz steigender Kraftstoffpreise an Sozialausgaben fest

Finanzminister Domanski schließt Haushaltsrevision für 2026 aus – Rentenboni und Kindergeld bleiben unangetastet.

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Polen hält trotz steigender Kraftstoffpreise an Sozialausgaben fest

Polen wird seinen Staatshaushalt für das Jahr 2026 nicht überarbeiten. Das erklärte Finanzminister Andrzej Domanski am Montag in einem Interview mit dem polnischen Fernsehsender Polsat News. Trotz gestiegener Kraftstoffpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten halte die Regierung an ihren Ausgabenplänen fest.

Domanski bestätigte ausdrücklich, dass die jährlichen Rentenboni sowie das polnische Kindergeld unverändert bestehen bleiben. Die Regierung sieht sich dabei einem schwierigen Balanceakt gegenüber: Einerseits plant sie Steuersenkungen, um die Bevölkerung bei den gestiegenen Kraftstoffkosten zu entlasten, andererseits will sie gleichzeitig die Sozial- und Verteidigungsausgaben aufrechterhalten.

Haushaltsdisziplin trotz Kostendruck

Die Frage nach der fiskalischen Tragfähigkeit dieser Kombination aus Steuererleichterungen und stabilen Sozialleistungen steht im Mittelpunkt der aktuellen polnischen Haushaltsdebatte. Domanski machte jedoch klar, dass keine Notwendigkeit einer Haushaltsrevision bestehe. Polen gehört zu den NATO-Mitgliedern mit den höchsten Verteidigungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt – ein Faktor, der den haushaltspolitischen Spielraum zusätzlich einengt.

Für deutsche Beobachter ist die Situation in Polen von Interesse, da das Nachbarland als wichtiger Wirtschaftspartner und EU-Mitglied zunehmend an fiskalpolitischer Bedeutung gewinnt. Die Fähigkeit Polens, soziale Stabilität und Verteidigungsinvestitionen gleichzeitig zu finanzieren, gilt als Gradmesser für die Belastbarkeit mitteleuropäischer Staatshaushalte in Krisenzeiten.

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