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Pinterest-Aktie bricht 20% ein: Zölle belasten Werbegeschäft massiv

Social-Media-Konzern verfehlt Gewinnziele und senkt Prognose – CEO macht Handelskrieg verantwortlich

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Pinterest-Aktie bricht 20% ein: Zölle belasten Werbegeschäft massiv

Die Aktien von Pinterest sind am Donnerstag im nachbörslichen Handel um bis zu 20 Prozent eingebrochen. CEO Bill Ready machte dafür einen "exogenen Schock im Zusammenhang mit Zöllen" verantwortlich, der wichtige Werbekunden aus dem Einzelhandel massiv beeinträchtigte. Das Unternehmen verfehlte die Gewinnerwartungen für das vierte Quartal deutlich und gab zudem einen schwachen Ausblick für das laufende Quartal ab.

Der Umsatz im vierten Quartal stieg zwar im Jahresvergleich um 14 Prozent, entsprach jedoch nur knapp den Analystenschätzungen. Der Nettogewinn brach dramatisch um 85 Prozent auf 277 Millionen Dollar ein, verglichen mit 1,85 Milliarden Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag mit 541,5 Millionen Dollar unter den erwarteten 550 Millionen Dollar.

Ready zeigte sich in der Analystenkonferenz unzufrieden: "Die Umsatzentwicklung im vierten Quartal spiegelt nicht wider, was Pinterest im Laufe der Zeit leisten kann." Dies ist bereits das zweite Quartal in Folge, in dem die Aktie nach enttäuschenden Zahlen ein Fünftel ihres Wertes verlor.

Handelskrieg belastet Einzelhandels-Werbekunden

Finanzchefin Julia Donnelly erklärte, die Auswirkungen der Zölle auf große Einzelhändler hätten "einen stärkeren Gegenwind erzeugt als erwartet". Diese hätten nicht nur in den USA, sondern auch in Europa ihre Werbeausgaben deutlich reduziert. Der anhaltende Handelskrieg von Präsident Donald Trump hat die Versandkosten massiv in die Höhe getrieben und zwingt Unternehmen zu Preiserhöhungen und Sortimentsreduzierungen.

Neben Entlassungen haben viele Einzelhändler ihre Marketingbudgets gekürzt, um den Handelsproblemen zu begegnen. Dies trifft Pinterest besonders hart, da große Einzelhändler zu den wichtigsten Werbekunden der Plattform gehören. Ready kündigte an, künftig verstärkt kleine und mittelständische sowie internationale Werbekunden zu gewinnen, um die Abhängigkeit von großen Einzelhändlern zu reduzieren.

Schwacher Ausblick und Umstrukturierung

Für das erste Quartal 2026 erwartet Pinterest einen Umsatz zwischen 951 und 971 Millionen Dollar. Dies liegt deutlich unter den Analystenschätzungen von 980 Millionen Dollar. Ready räumte ein, dass der "kurzfristige Ausblick für große Werbekunden auf unserer Plattform angesichts dieses Gegenwinds unter Druck bleibt".

Die enttäuschenden Zahlen folgen auf die Ankündigung im Januar, weniger als 15 Prozent der Belegschaft zu entlassen und Büroflächen zu reduzieren. Ziel ist es, Ressourcen in technische Teams zu verlagern, die KI-gestützte Produkte entwickeln. Donnelly warnte, dass die laufende Umstrukturierung "kurzfristig zu Störungen führen könnte".

Nutzerzahlen erreichen Rekordniveau

Trotz der finanziellen Herausforderungen gibt es auch positive Signale: Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer weltweit stieg im vierten Quartal um 12 Prozent auf ein Allzeithoch von 619 Millionen. Dies übertraf die Wall-Street-Erwartungen von 613 Millionen Nutzern. Der Umsatz in der wichtigen Region USA und Kanada belief sich auf 979 Millionen Dollar und lag damit über den Schätzungen von 973 Millionen Dollar.

Die Entwicklung zeigt, dass Pinterest zwar bei der Nutzerbasis wächst, jedoch Schwierigkeiten hat, dieses Wachstum in entsprechende Werbeeinnahmen umzusetzen – insbesondere in einem von Handelskonflikten geprägten Marktumfeld.

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