Pershing Square setzt mit Microsoft-Einstieg auf KI-Potenzial
Bill Ackmans Hedgefonds kauft Microsoft-Aktien und sieht KI-Ambitionen im aktuellen Kurs nicht eingepreist.

Bill Ackmans Hedgefonds Pershing Square hat eine neue Beteiligung an <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft erworben. Ackman begründete den Einstieg damit, dass die massiven KI-Investitionen des Softwarekonzerns im derzeit schwächelnden Aktienkurs nicht angemessen berücksichtigt seien. Die Position wurde bereits im Februar aufgebaut, nachdem Microsoft-Aktien im Anschluss an einen Quartalsbericht nachgegeben hatten.
Ackman machte die Beteiligung am Freitag in einem mehr als 800 Wörter umfassenden Post auf der Plattform X öffentlich. „Wir werden eine neue Position in Microsoft offenlegen, einem Unternehmen, das wir seit vielen Jahren verfolgen und das nun zu einer äußerst attraktiven Bewertung angeboten wird", schrieb der bekannte Investor. Pershing Square habe Microsoft inzwischen zu einer „Kernbeteiligung" gemacht, so Ackman weiter.
Aktie hat seit Herbst über 25 Prozent verloren
Microsoft-Aktien haben in diesem Jahr bereits rund 15 Prozent an Wert eingebüßt. Seit ihrem Höchststand im vergangenen Herbst verloren die Papiere sogar mehr als ein Viertel ihres Wertes. Der Rückgang ist Teil eines breiteren Ausverkaufs in der Softwarebranche, der maßgeblich durch Anlegersorgen über die hohen Ausgaben der Technologiekonzerne im Bereich künstliche Intelligenz angetrieben wurde.
Trotz der Bekanntgabe der neuen Beteiligung zeigten sich Microsoft-Aktien im vorbörslichen Handel kaum verändert. Für deutsche Privatanleger ist dies ein bekanntes Muster: Selbst prominente Investoreneinstiege lösen nicht immer unmittelbare Kursreaktionen aus, wenn das Marktumfeld von Unsicherheit geprägt ist.
Ackman sieht unterschätztes Potenzial bei Microsoft 365
Ein zentrales Argument Ackmans betrifft die Microsoft-365-Abonnement-Suite. Anleger „unterschätzen die Widerstandsfähigkeit" dieses Produkts „angesichts ihrer tief verwurzelten Rolle in Unternehmen und des äußerst attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses", erklärte Ackman. Microsoft 365 umfasst Anwendungen wie Word, Excel, Teams und Outlook und ist in Millionen von Unternehmen weltweit fest verankert.
Pershing Square kündigte an, die Beteiligung im Laufe des Freitags in behördlichen Meldungen bei der US-Börsenaufsicht offenzulegen. Solche Pflichtmeldungen – bekannt als 13F-Formulare – geben Einblick in die Portfolios großer institutioneller Investoren und werden von Marktteilnehmern weltweit genau beobachtet.
Bill Ackman gilt als einer der bekanntesten aktivistischen Investoren der Wall Street. Pershing Square ist für konzentrierte Wetten auf wenige, sorgfältig ausgewählte Unternehmen bekannt. Der Einstieg bei Microsoft unterstreicht, dass Ackman trotz der aktuellen Marktunsicherheiten rund um KI-Investitionen langfristig auf den Technologieriesen setzt – und dabei auf eine Neubewertung durch den Markt hofft.
