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Passives Einkommen: Zwei Dividendenaktien für jahrzehntelange Ausschüttungen

Enterprise Products Partners und Southern Company bieten attraktive Renditen und eine beeindruckende Dividendenhistorie für langfristige Einkommensinvestoren.

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Passives Einkommen: Zwei Dividendenaktien für jahrzehntelange Ausschüttungen

Wer im Ruhestand die staatliche Rente aufbessern möchte, setzt häufig auf Dividendenaktien als Quelle für passives Einkommen. Entscheidend dabei ist, dass die gewählten Titel das Potenzial haben, Jahr für Jahr verlässlich auszuzahlen. Zwei Unternehmen stechen in diesem Zusammenhang besonders hervor: Enterprise Products Partners (EPD) und Southern Company (SO). Beide verbinden attraktive Renditen mit einer langen Dividendenhistorie – und das ohne übermäßige Risiken.

Für deutsche Privatanleger, die ihr Portfolio international diversifizieren möchten, bieten US-amerikanische Dividendentitel eine interessante Ergänzung. Gerade in einem Umfeld niedriger Zinsen und unsicherer Rentenperspektiven gewinnen zuverlässige Ausschüttungsaktien an Bedeutung. Die beiden vorgestellten Unternehmen stammen aus dem Energie- und Versorgungssektor – traditionell defensive Bereiche mit stabilen Cashflows.

Enterprise Products Partners umgeht Rohstoffrisiken

Auf den ersten Blick mag es überraschend wirken, ein Energieunternehmen als zuverlässige Ertragsaktie zu empfehlen. Öl- und Gaspreise sind bekanntermaßen hochvolatil. Der entscheidende Unterschied bei Enterprise Products Partners liegt jedoch im Geschäftsmodell: Als nordamerikanischer Midstream-Riese betreibt das Unternehmen Pipelines, Lagerkapazitäten und Transporteinrichtungen und berechnet anderen Energieunternehmen Gebühren für deren Nutzung.

Dieses gebührenbasierte Modell macht Enterprise weitgehend unabhängig vom tatsächlichen Preis der transportierten Rohstoffe. Wichtiger als der Ölpreis ist das Volumen der durch das System fließenden Energie – und die Nachfrage nach Energie bleibt tendenziell stabil, unabhängig von Preisschwankungen. Das macht das Geschäftsmodell deutlich robuster als das klassischer Öl- und Gasproduzenten.

Die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zeigt sich in einer Serie von 27 aufeinanderfolgenden jährlichen Ausschüttungserhöhungen – was im Wesentlichen dem gesamten Zeitraum entspricht, in dem die Master Limited Partnership (MLP) börsennotiert ist. Hinzu kommt eine solide Deckung: Im Jahr 2025 war die Ausschüttung durch den ausschüttungsfähigen Cashflow mit dem 1,7-fachen gedeckt. Das bedeutet erheblichen Puffer, bevor die Ausschüttung in Gefahr geraten würde. Die aktuelle Dividendenrendite von 5,6 % macht Enterprise auch für konservative Anleger attraktiv.

Southern Company ist unspektakulär und zuverlässig

Southern Company ist einer der größten regulierten Versorger in den Vereinigten Staaten und betreibt Strom- und Erdgasanlagen. Das Unternehmen agiert nach eigener Beschreibung sehr konservativ – und genau das macht es für Einkommensinvestoren interessant. Die Dividende wurde seit 78 Jahren entweder erhöht oder stabil gehalten, wobei in jedem der letzten 24 Jahre Erhöhungen erfolgten.

Die aktuelle Dividendenrendite von 3,2 % liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt von 2,6 % für Versorgungsunternehmen. Damit bietet Southern Company nicht nur Stabilität, sondern auch einen relativen Renditevorteil gegenüber vergleichbaren Wettbewerbern. Für Anleger, die auf Sicherheit und Berechenbarkeit setzen, ist das ein überzeugendes Argument.

Besonders interessant ist der Wachstumsausblick: Aufgrund der steigenden Stromnachfrage wird bis 2030 ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 8 % pro Jahr erwartet. Dieser Rückenwind dürfte das Dividendenwachstum in den kommenden Jahren weiter antreiben und Southern Company zu einem der attraktivsten Versorger-Investments machen.

Attraktive Renditen ohne übermäßiges Risiko

Beide Unternehmen beweisen, dass es möglich ist, attraktive Dividendenrenditen zu erzielen, ohne unangemessene Risiken einzugehen. Enterprise Products Partners schützt sich durch sein gebührenbasiertes Modell vor Rohstoffpreisschwankungen, während Southern Company als regulierter Versorger von stabilen, staatlich geregelten Einnahmen profitiert.

Für den Aufbau eines Portfolios aus passivem Einkommen eignen sich beide Titel als solides Fundament. Ob einzeln oder in Kombination – Enterprise Products Partners mit seiner Rendite von 5,6 % und Southern Company mit 3,2 % bieten deutschen Anlegern eine interessante Möglichkeit, langfristig und verlässlich von Dividenden zu profitieren. Wie bei jeder Auslandsanlage sollten Anleger jedoch steuerliche Aspekte, Währungsrisiken und die individuelle Depotstruktur berücksichtigen.

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