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Palo Alto Networks: Aktie bricht um 6% ein trotz starker Quartalszahlen

Cybersicherheitskonzern übertrifft Erwartungen, doch schwache Gewinnprognose belastet Kurs deutlich

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Palo Alto Networks: Aktie bricht um 6% ein trotz starker Quartalszahlen

Die Aktie von Palo Alto Networks verlor am Dienstagabend sechs Prozent im nachbörslichen Handel, obwohl der Cybersicherheitskonzern die Erwartungen für das zweite Geschäftsquartal übertroffen hatte. Grund für den Kursrutsch war eine enttäuschende Gewinnprognose für das laufende Quartal.

Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar im zweiten Quartal und übertraf damit die Analystenerwartungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 61 Cent, nach 38 Cent im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn stieg auf 432 Millionen Dollar, verglichen mit 267 Millionen Dollar im Vorjahr.

Für das dritte Geschäftsquartal prognostiziert Palo Alto Networks jedoch einen Gewinn von nur 78 bis 80 Cent je Aktie. Analysten hatten im Konsens mit 92 Cent gerechnet. Der erwartete Umsatz von 2,94 bis 2,95 Milliarden Dollar liegt hingegen deutlich über der Schätzung von 2,60 Milliarden Dollar.

Aggressive Akquisitionsstrategie

CEO Nikesh Arora treibt seit seinem Amtsantritt 2018 eine umfassende Transformation des Unternehmens voran. Mit über 20 Übernahmen baut er Palo Alto Networks zu einer umfassenden Cybersicherheitsplattform aus. Anfang Februar schloss das kalifornische Unternehmen seine bisher größte Akquisition ab: Die Übernahme des israelischen Identitätssicherheitsanbieters CyberArk für 25 Milliarden Dollar.

Im Januar folgte bereits der Kauf der Cloud-Observability-Plattform Chronosphere für mehr als drei Milliarden Dollar. Am Dienstag kündigte Palo Alto zudem die Übernahme des israelischen Startups Koi an, das sich auf die Absicherung von KI-Agenten spezialisiert hat.

Fokus auf Künstliche Intelligenz

Der Konzern setzt massiv auf KI-gestützte Sicherheitslösungen. Angesichts zunehmend komplexer Cyberangriffe durch den Einsatz künstlicher Intelligenz hat Palo Alto eigene KI-Agenten entwickelt. Diese sollen Kunden dabei unterstützen, bestimmte Sicherheitsreaktionen zu automatisieren und schneller auf Bedrohungen zu reagieren.

Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen, die den Wert der noch zu erfüllenden Kundenverträge darstellen, beliefen sich auf 16 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Erwartungen von 15,78 Milliarden Dollar. Der jährlich wiederkehrende Umsatz kletterte um 33 Prozent auf 6,33 Milliarden Dollar.

Trotz der starken operativen Zahlen sind die Aktien seit Jahresbeginn um elf Prozent gefallen. Anleger zeigen sich besorgt über die Margendynamik und die Integration der zahlreichen Akquisitionen.

Palo Alto NetworksCybersicherheitQuartalszahlenGewinnprognoseKi-Sicherheit

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