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Osmond Resources: Scoping-Studie bestätigt erstes EU-Bergwerk für Seltene Erden

Die Scoping-Studie zum Orión-Projekt in Andalusien untermauert den Bau des ersten europäischen Bergwerks für Seltene Erden, Zirkon und Titan.

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Osmond Resources: Scoping-Studie bestätigt erstes EU-Bergwerk für Seltene Erden

Das an der ASX notierte Unternehmen Osmond Resources hat eine Scoping-Studie veröffentlicht, die das Argument für den Bau des ersten europäischen Bergwerks für Seltene Erden, Zirkon und Titan untermauert. Die Studie betrifft das Orión-Projekt von Osmond in der Provinz Jaén in der spanischen Region Andalusien. Sie bestätigt einen geringen Kapitalbedarf von 299 Millionen US-Dollar sowie einen nach Steuern berechneten Barwert (NPV) von 2,31 Milliarden US-Dollar.

Die interne Renditequote gibt Osmond mit 145 Prozent an, die Amortisationsdauer soll lediglich sechs Monate betragen. Nach Auffassung des Unternehmens kann das Orión-Projekt durchschnittliche Gewinne von 531 Millionen US-Dollar pro Jahr erwirtschaften. Damit präsentiert sich das Vorhaben als eines der wirtschaftlich attraktivsten Bergbauprojekte in Europa.

Untertage-Bergwerk mit minimaler Oberflächenbeeinträchtigung

Geplant ist das Orión-Projekt als ein vom Betreiber geführtes Untertage-Bergwerk mit Raum-und-Pfeiler-System. Diese Bauweise soll die Oberflächenbeeinträchtigung minimal halten. Die jährliche Produktion von Monazitkonzentrat wird voraussichtlich 2.160 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid, 94 Tonnen Dysprosiumoxid und 24 Tonnen Terbiumoxid pro Jahr enthalten.

Allein der geplante Modul 1 des Projekts könnte bis 2030 nach Angaben von Osmond 6 Prozent der erwarteten europäischen Nachfrage nach Neodym und Praseodym decken. Hinzu kommen 24 Prozent der Zirkoniumnachfrage der Region sowie 8 Prozent ihrer Titannachfrage. Orión ist darauf ausgerichtet, drei der 17 strategischen Rohstoffe der EU sowie fünf ihrer 34 kritischen Rohstoffe zu liefern.

Laut Osmond stützen etablierte Technologien zur Rückgewinnung von Monazit, Zirkon, Rutil und Ilmenit das vorläufige Fließschema des Projekts. Zudem besteht nach Einschätzung des Unternehmens Aufwärtspotenzial, das im Hinblick auf die Trennung von Rutilprodukten und den Verkauf von Quarzsand untersucht werden soll.

Downstream-Möglichkeiten als zusätzliches Potenzial

Weiteres Aufwärtspotenzial ergibt sich aus Downstream-Möglichkeiten. Dazu zählt Osmond zufolge die Produktion von Selten-Erd-Oxiden, die Herstellung von Titan- und Zirkoniummetallpulvern, die Produktion von Hafniummetall sowie die Herstellung von Siliziummetall. Diese Bereiche könnten die Wertschöpfung des Projekts deutlich erweitern.

Für die nächsten Schritte plant Osmond zusätzliche Bohrungen, um die Größe und Sicherheit der Orión-Ressourcenabschätzung zu erhöhen. Zudem soll die Scoping-Studie aktualisiert und das aktuelle metallurgische Testprogramm auf Stufe der Vorstudie (PFS) abgeschlossen werden. Die PFS-Arbeit konzentriert sich auf das Nagrom-Vorkommen, insbesondere im Hinblick auf hochwertige Zirkonrückgewinnungen, einen nahezu reinen Rutilstrom und ein aufgewertetes Monazitkonzentrat.

Das Unternehmen arbeitet zudem an Anträgen für verschiedene Förderprogramme der Europäischen Union und Spaniens. Darüber hinaus beabsichtigt Osmond, kurzfristig eine sekundäre Notierung seiner Aktien an der Bolsa de Madrid vorzunehmen.

Für deutsche Anleger ist das Projekt insofern relevant, als Seltene Erden, Zirkon und Titan zu den gefragtesten Rohstoffen für Zukunftstechnologien zählen. Die EU hat mehrere dieser Rohstoffe als strategisch und kritisch eingestuft, da sie für die Energiewende und die Halbleiter- sowie Verteidigungsindustrie von zentraler Bedeutung sind. Sollte Osmond die angekündigten Schritte erfolgreich umsetzen, könnte das Orión-Projekt die europäische Abhängigkeit von Importen aus Drittstaaten verringern. Ob und wann das Bergwerk tatsächlich in Betrieb geht, hängt jedoch von den weiteren Studien, Genehmigungen und der Finanzierung ab.

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