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Oregon verklagt Paramount zur Kooperation bei Warner-Bros-Fusionsuntersuchung

Oregons Generalstaatsanwältin will Paramount per Gericht zur Herausgabe von Unterlagen über Lobbyaktivitäten zwingen.

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Oregon verklagt Paramount zur Kooperation bei Warner-Bros-Fusionsuntersuchung

Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Oregon will ein Gericht einschalten, um Paramount zur Einhaltung von Ermittlungsanordnungen zu verpflichten. Dies geht aus Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das geplante Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery.

Oregon fordert dabei konkret Unterlagen über Lobbyaktivitäten von Paramount gegenüber der Trump-Regierung an. Der Bundesstaat will wissen, wie das Unternehmen versucht hat, politische Unterstützung für die geplante Fusion zu gewinnen – und das, nachdem das US-Justizministerium das Geschäft bereits genehmigt hatte.

Enger Zeitplan für den Fusionsabschluss

Die Dringlichkeit der Maßnahme erklärt sich durch den engen Zeitplan der Transaktion. Paramount beabsichtigt laut den einzureichenden Gerichtsdokumenten, die Fusion am oder unmittelbar nach dem 16. Juli abzuschließen. Oregon steht damit unter erheblichem Druck, die benötigten Informationen rechtzeitig zu erhalten, bevor das Geschäft vollzogen ist.

Der Schritt Oregons ist bemerkenswert, da er zeigt, wie einzelne US-Bundesstaaten auch nach einer bundesbehördlichen Genehmigung durch das Justizministerium eigene Untersuchungen zu Großfusionen durchführen können. Staatsanwälte auf Bundesstaatsebene haben in den USA weitreichende Befugnisse, Unternehmenstransaktionen im Interesse der Verbraucher und des Wettbewerbs zu prüfen.

Hintergrund: Medienkonzerne im Fusionsfieber

Die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ist Teil einer umfassenderen Konsolidierungswelle in der amerikanischen Medienbranche. Streaming-Dienste, steigende Produktionskosten und ein verändertes Zuschauerverhalten setzen traditionelle Medienkonzerne unter Druck, durch Zusammenschlüsse Skaleneffekte zu erzielen und ihre Marktposition zu stärken.

Die Tatsache, dass Oregon nun gerichtliche Schritte einleitet, deutet darauf hin, dass das Unternehmen bislang nicht freiwillig mit den Ermittlern kooperiert hat. Wie genau die angeforderten Unterlagen über Lobbyarbeit die Untersuchung beeinflussen könnten, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Für deutsche Anleger, die in amerikanische Medienaktien investiert sind, ist die Entwicklung ein Hinweis darauf, dass regulatorische Risiken auch nach einer DOJ-Freigabe nicht vollständig ausgeräumt sein müssen.

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