ANZEIGE

Oracle und Chevron setzen alles auf KI-Infrastruktur

Zwei Konzerne, eine Wette: Oracle und Chevron investieren Milliarden in die Infrastruktur der KI-Ära – mit unterschiedlichen Risiken.

•• 3 Min
Oracle und Chevron setzen alles auf KI-Infrastruktur

Der Boom der künstlichen Intelligenz zwingt Unternehmen aus völlig unterschiedlichen Branchen zu radikalen strategischen Neuausrichtungen. Oracle aus dem Technologiesektor und der Energieriese Chevron stehen exemplarisch für diesen Wandel: Beide setzen massive Kapitalmengen ein, um die physische Infrastruktur für KI-Rechenzentren zu schaffen – mit erheblichen finanziellen Risiken und großen Ambitionen.

Oracle befindet sich derzeit in einer der turbulentesten Phasen seiner Unternehmensgeschichte. Die Aktie des Softwarekonzerns erlebte kürzlich die schlechteste Börsenwoche seit dem Dot-com-Crash im Jahr 2001 und verlor dabei 19 % ihres Wertes. Seit dem Höchststand im September 2025 hat das Unternehmen rund 55 % seines Börsenwerts eingebüßt – ein dramatischer Rückgang, der die Nervosität der Investoren widerspiegelt.

Oracles milliardenschwere Infrastrukturwette

Der Hauptgrund für die Skepsis der Anleger liegt in Oracles aggressiver Investitionsstrategie. Um mit Cloud-Giganten wie Amazon, Microsoft und Google konkurrieren zu können, hat Oracle seine Investitionsausgaben um 162 % auf knapp 56 Milliarden US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026 gesteigert. Gleichzeitig weist das Unternehmen einen negativen freien Cashflow von fast 24 Milliarden US-Dollar aus.

Um diesen Kurs fortzusetzen, plant Oracle, im Geschäftsjahr 2027 zusätzliche 40 Milliarden US-Dollar durch Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung aufzunehmen. Dies kommt zu einer bereits bestehenden Schuldenlast von rund 130 Milliarden US-Dollar hinzu – eine Belastung, die viele Investoren beunruhigt. Intern versucht Oracle gegenzusteuern: Die Mitarbeiterzahl wurde um 13 % auf 141.000 Beschäftigte reduziert, und die Ausgaben für Vertrieb und Marketing wurden zurückgefahren.

Trotz der angespannten Bilanz bleibt die Stimmung unter Analysten überraschend positiv. 71 % der Analysten halten die Aktie weiterhin für einen Kauf – der höchste Optimismus seit 15 Jahren. Bemerkenswert war auch, dass Mitgründer Larry Ellison beim jüngsten Earnings Call fehlte und die beiden Co-CEOs sowie der neue Finanzchef die Fragen der Investoren beantworteten. Durch den Kursrückgang ist Ellison in den globalen Vermögensrankings hinter Peers wie Jeff Bezos und Michael Dell zurückgefallen.

Chevron: Vom Ölkonzern zum Stromlieferanten

Während Oracle auf der Nachfrageseite der KI-Infrastruktur agiert, positioniert sich Chevron als Energielieferant für eben jene Rechenzentren. Der Ölmajor diversifiziert sein Geschäftsmodell gezielt, um sich von der Volatilität der Rohstoffpreise unabhängiger zu machen.

Das Herzstück dieser Strategie ist das sogenannte „Project Kilby" – ein 2,67-Gigawatt-Gaskraftwerk in West-Texas. Die Anlage, die Turbinen von GE Vernova und Caterpillar nutzen wird, soll dediziert Strom für einen Microsoft-Rechenzentrumscampus liefern. Die Kapazität des Projekts wird als ausreichend beschrieben, um eine Stadt in der Größe von San Francisco zu versorgen. Chevron erwartet, bis Ende 2024 eine finale Investitionsentscheidung zu treffen, mit geplantem Produktionsbeginn im Jahr 2028.

Jeff Gustavson, Chevrons Präsident für neue Energien, signalisierte, dass das Unternehmen über Texas hinausdenkt. Im Fokus stehen der Mittlere Westen, die Golfküste und die Rocky-Mountain-Region. Auch Utah wird geprüft, wo Chevron auf bestehende Wasserstoffinfrastruktur zurückgreifen könnte. Analysten bleiben jedoch vorsichtig: Es sei noch zu früh, um zu beurteilen, ob diese Projekte langfristig nennenswerte Erträge für den Ölkonzern generieren werden.

Texas als Schnittpunkt von Energie und Digitalisierung

Texas entwickelt sich zum geografischen Mittelpunkt dieser Entwicklung. Oracle hat den Bundesstaat explizit als Schlüsselstandort für seinen Rechenzentrumsausbau 2027 identifiziert – neben Michigan und New Mexico. Chevrons „Project Kilby" in Pecos, Texas, unterstreicht die Rolle des Staates als Knotenpunkt für die Verbindung von Energieerzeugung und digitaler Infrastruktur.

Die Herausforderungen für beide Unternehmen sind dabei grundverschieden. Oracle muss beweisen, dass seine schuldenfinanzierte Expansion in einem hart umkämpften Cloud-Markt wettbewerbsfähige Renditen erzielt – ohne das vollständige Technologie-Stack der etablierten Rivalen. Chevron hingegen steht vor der Aufgabe, sich erfolgreich vom klassischen Öl- und Gasproduzenten zum verlässlichen Stromversorger für die Technologieindustrie zu wandeln.

Beide Strategien verdeutlichen, wie tiefgreifend der KI-Boom die Kapitalallokation ganzer Branchen verändert. Die kommenden Jahre werden zeigen, welche dieser milliardenschweren Wetten aufgeht.

Oracle AktieChevron Ki-InfrastrukturRechenzentren EnergieProject KilbyKi InvestitionenCloud Computing InfrastrukturDatencenter Strom

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.