ANZEIGE

Opay Digital Services plant US-Börsengang mit vier Milliarden Dollar Bewertung

Die nigerianische Zahlungsplattform Opay strebt einen IPO in den USA an – mit Citigroup, Deutsche Bank und JPMorgan als Begleiter.

2 Min
Opay Digital Services plant US-Börsengang mit vier Milliarden Dollar Bewertung

Opay Digital Services Ltd. bereitet einen Börsengang in den Vereinigten Staaten vor. Das auf Nigeria spezialisierte Fintech-Unternehmen strebt dabei eine Bewertung von rund vier Milliarden US-Dollar an, wie Bloomberg am Freitag berichtete. Der Aktienverkauf könnte noch im laufenden Jahr stattfinden.

Für die Vorbereitung der Emission hat Opay drei namhafte Banken mandatiert: Citigroup Inc., Deutsche Bank AG und JPMorgan Chase & Co. sollen den Börsengang begleiten. Die Beteiligung der Deutschen Bank unterstreicht dabei das wachsende Interesse europäischer Finanzinstitute am afrikanischen Fintech-Markt.

Softbank als starker Rückhalt

Opay Digital Services wird von der japanischen SoftBank Group Corp. unterstützt. SoftBank gilt als einer der einflussreichsten Technologieinvestoren weltweit und hat in der Vergangenheit zahlreiche Fintech- und Technologieunternehmen auf ihrem Weg an die Börse begleitet. Die Unterstützung durch SoftBank verleiht dem geplanten IPO zusätzliche Glaubwürdigkeit bei institutionellen Investoren.

Nigeria hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Zentrum für Fintech-Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt. Das Land hat bereits mehrere sogenannte Einhörner – also Startups mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar – hervorgebracht. Zu diesen zählen Flutterwave, Moniepoint und Interswitch.

Wachsender Markt für mobile Finanzdienstleistungen

Diese Unternehmen bieten Dienstleistungen an, die Nutzern bei der Bewältigung alltäglicher Probleme im nigerianischen Bankensystem helfen – darunter fehlgeschlagene Banktransaktionen, Netzwerkausfälle und Betrugsfälle. Für viele Nigerianer stellen solche digitalen Zahlungslösungen eine verlässlichere Alternative zum traditionellen Bankwesen dar.

Der geplante Börsengang von Opay steht nicht allein. Auch Airtel Africa Plc plant den Verkauf von Anteilen an seinem Mobile-Money-Geschäft. Dies verdeutlicht, dass die Nachfrage nach mobilen Finanzdienstleistungen in der Region weiter steigt und Investoren das Wachstumspotenzial des afrikanischen Fintech-Sektors zunehmend erkennen.

Für deutsche Privatanleger ist der geplante Opay-IPO ein weiteres Zeichen dafür, dass der afrikanische Technologiesektor international an Bedeutung gewinnt. Ein erfolgreicher Börsengang würde Opay Zugang zu den tiefen Kapitalmärkten der USA verschaffen und das Unternehmen auf eine neue Wachstumsstufe heben. Wann genau der IPO stattfinden soll, ist bislang noch nicht offiziell bestätigt.

Opay Digital ServicesBörsengangIPONigeria FintechSoftbankZahlungsplattformMobile Money

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer