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Ölpreise steigen über 1% durch Iran-Spannungen und US-Lagerbestandsrückgang

Brent-Öl klettert auf 68,15 Dollar, WTI auf 63,69 Dollar pro Barrel.

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Ölpreise steigen über 1% durch Iran-Spannungen und US-Lagerbestandsrückgang

Die Ölpreise verzeichneten am Mittwoch im asiatischen Handel deutliche Zuwächse. Brent-Öl-Futures für April stiegen um 1,2% auf 68,15 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures um 1,4% auf 63,69 Dollar pro Barrel zulegten. Die Kursgewinne werden durch zwei wesentliche Faktoren getrieben: eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie einen überraschend starken Rückgang der US-Ölbestände.

Die Lage im Nahen Osten verschärfte sich über Nacht, als US-Streitkräfte eine iranische Drohne abschossen, die sich einem amerikanischen Flugzeugträger im Arabischen Meer näherte. Parallel dazu beobachteten Militärkräfte eine Gruppe iranischer Kanonenboote, die sich einem unter US-Flagge fahrenden Tanker in der strategisch wichtigen Straße von Hormuz näherten. Diese Vorfälle ereigneten sich unmittelbar vor den für diese Woche angesetzten Gesprächen zwischen Washington und Teheran.

Die diplomatischen Aussichten bleiben jedoch ungewiss. Iranische Beamte forderten Berichten zufolge, dass die für Freitag geplanten Gespräche ausschließlich auf bilaterale Verhandlungen über Nuklearfragen beschränkt werden. Dies wirft Zweifel auf, ob der Dialog überhaupt stattfinden wird. US-Präsident Donald Trump hatte bereits mit weiteren militärischen Maßnahmen gedroht, sollte der Iran die US-Forderungen zur Eindämmung seines Atomprogramms nicht akzeptieren. Teheran warnte im Gegenzug vor scharfer Vergeltung bei jeder US-Aggression.

Versorgungsrisiken treiben Preise

Jede militärische Eskalation im Nahen Osten birgt das Potenzial, die Ölversorgung aus der Region erheblich zu stören. Diese Befürchtung hat die Ölpreise in den vergangenen Handelstagen bereits gestützt. Der Nahe Osten bleibt eine der wichtigsten Förderregionen für den globalen Ölmarkt, weshalb Investoren auf jede Entwicklung in der Region sensibel reagieren.

Drastischer Rückgang der US-Lagerbestände

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Ölpreise durch Daten des American Petroleum Institute (API). Diese zeigten einen überraschenden Rückgang der US-Ölbestände um 11,1 Millionen Barrel in der Woche bis zum 30. Januar. Analysten hatten hingegen mit einem Aufbau von 0,7 Millionen Barrel gerechnet. Der massive Rückgang wird auf extreme Kälte in den USA zurückgeführt, die sowohl die Ölproduktion im ganzen Land als auch die Exporte von der Golfküste gestört hat.

Die API-Daten gelten als Indikator für die offiziellen Bestandsdaten der US-Energiebehörde, die später am Tag veröffentlicht werden sollen. Sollten diese den API-Trend bestätigen, dürfte dies die Ölpreise weiter stützen. Die wetterbedingten Versorgungsstörungen in den USA haben bereits in den vergangenen Wochen zu Preissteigerungen beigetragen und könnten den Markt auch kurzfristig weiter beeinflussen.

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