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Ölpreise steigen: Straße von Hormus bleibt geschlossen, Huthi-Angriffe eskalieren

Brent und WTI nähern sich Zwei-Wochen-Hochs, während Spannungen im Nahen Osten die Ölversorgung bedrohen.

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Ölpreise steigen: Straße von Hormus bleibt geschlossen, Huthi-Angriffe eskalieren

Die Ölpreise haben am Mittwoch weiter zugelegt und sich einem Zwei-Wochen-Hoch angenähert. Brent-Rohöl-Futures stiegen um 0,6 Prozent auf 89,45 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) um 0,7 Prozent auf 83,77 US-Dollar kletterte. Treiber der Kursgewinne sind anhaltende geopolitische Spannungen in Westasien, die Händler weltweit in Alarmbereitschaft versetzen.

Im Zentrum der Unsicherheit steht die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Vor Ausbruch des Konflikts wurden über diesen Kanal rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots transportiert. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist derzeit stark eingeschränkt, da die USA und der Iran kaum Fortschritte bei einer Einigung erzielen.

Teheran fordert Reparationszahlungen – Washington lehnt ab

Der Iran signalisierte Anfang dieser Woche, dass die Straße von Hormus geschlossen bleiben werde, sofern Washington nicht Forderungen nach Reparationszahlungen akzeptiere. US-Präsident Donald Trump hat diesen Forderungen jedoch entschieden widersprochen. Zuvor hatte Washington mitgeteilt, ein Schiff im Golf von Oman angegriffen zu haben, das angeblich auf dem Weg in den Iran war – ein Vorfall, der die Spannungen zwischen beiden Ländern weiter verschärfte.

Die festgefahrene diplomatische Lage lässt kaum Raum für eine kurzfristige Entspannung. Für die globalen Ölmärkte bedeutet dies anhaltende Unsicherheit über die Verfügbarkeit von Rohöl aus der Region – ein Faktor, der die Preise weiter stützt.

Huthi-Rebellen blockieren Rotes Meer und Bab el-Mandeb

Zusätzlich zu den Spannungen rund um die Straße von Hormus verschärfen die Huthi-Rebellen aus dem Jemen die Lage. Die vom Iran unterstützte Gruppe hat eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien ausgerufen und greift weiterhin Schiffe im Roten Meer sowie in der Meerenge Bab el-Mandeb an. Diese strategisch bedeutsame Wasserstraße verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist ein zentraler Korridor für den globalen Seehandel.

Die anhaltenden Angriffe der Huthis verstärken die Sorgen über langfristige Unterbrechungen der Ölversorgung. Händler befürchten, dass sich die Lage weiter zuspitzen könnte, sollte keine diplomatische Lösung in Sicht kommen.

US-Strategische Ölreserve fällt unter 300 Millionen Barrel

Parallel zu den geopolitischen Entwicklungen zeigen Daten des US-Energieministeriums (DOE) einen weiteren Rückgang der Strategischen Erdölreserve (SPR) der Vereinigten Staaten. In der vergangenen Woche sanken die Reserven um 6,1 Millionen Barrel auf 298,7 Millionen Barrel – und damit erstmals unter die Marke von 300 Millionen Barrel.

Die SPR wurde von der US-Regierung als Puffer für Notfälle in der Ölversorgung angelegt. Im laufenden Jahr wurde sie stetig abgebaut, um Engpässe infolge des Iran-Konflikts zu überbrücken. Präsident Trump hatte im März als Reaktion auf den Konflikt die Freigabe von 172 Millionen Barrel angeordnet – eine der größten Entnahmen aus der Reserve in der Geschichte der USA.

Die Kombination aus blockierter Straße von Hormus, eskalierenden Huthi-Angriffen und schwindenden US-Reserven hält die Rohölpreise auf erhöhtem Niveau. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen, die auf Energieimporte angewiesen sind, bleibt die Entwicklung im Nahen Osten ein zentrales Risiko für die Energiekosten in den kommenden Wochen.

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