ANZEIGE

Ölaktien trotz Rekordgewinnen: Jetzt Gewinne mitnehmen?

Shell, Chevron und Exxon melden Rekordgewinne – doch Überangebot und nachlassende Geopolitik könnten Ölaktien bald belasten.

•• 3 Min
Ölaktien trotz Rekordgewinnen: Jetzt Gewinne mitnehmen?

Die großen Ölkonzerne schwimmen derzeit im Geld. Der britische Energieriese Shell erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 9,8 Milliarden Dollar – der zweithöchste Quartalsgewinn in der Unternehmensgeschichte. Der US-Wettbewerber Chevron steigerte seinen Gewinn gegenüber dem Vorquartal um mehr als das Fünffache, wobei zwei Drittel des Profits aus der Öl- und Gasförderung stammten.

Auch Exxon Mobil lieferte starke Zahlen: Der Konzern erzielte im zweiten Quartal das 3,5-Fache des Gewinns aus dem ersten Quartal. Allerdings hatten Analysten noch bessere Ergebnisse erwartet, weshalb die Aktie nach Bekanntgabe der Quartalszahlen kurzzeitig unter Druck geriet. Diese kleine Enttäuschung ändert jedoch nichts am großen Bild.

Die Ölbranche hat den breiten Markt in diesem Jahr klar outperformt. Während der MSCI World seit Jahresbeginn rund zehn Prozent zulegte, verbuchten integrierte Öl- und Gaskonzerne ein Plus von 33 Prozent. Anleger mit Ölaktien im Depot fuhren damit überdurchschnittliche Renditen ein.

Geopolitik als Treiber verliert an Kraft

Hintergrund der Rally ist die angespannte geopolitische Lage. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt für Versorgungsengpässe beim Öl und treibt den Preis nach oben. Saudi-Arabien soll zudem eine Offensive im Jemen planen, um die Blockade des Zugangs zum Roten Meer durch Huthi-Rebellen aufzulösen – diese verhindern, dass Öltanker Häfen der Saudis im Westen des Landes erreichen.

Gleichzeitig gehen den USA die Luftabwehrraketen aus, um ihre Stützpunkte im Nahen Osten zu schützen. Das erhöht den Druck, iranische Abschussbasen zu zerstören, was wiederum die Bedrohung der Meerenge von Hormus verringern würde. Eine militärische Eskalation liegt jedoch nicht im Interesse der US-Regierung: Die Zwischenwahlen im November rücken näher, und viele Wähler sind wegen der hohen Inflation – angetrieben vor allem durch Energiepreise – unzufrieden.

Kurzfristig wird die Geopolitik den Ölpreis weiter schwanken lassen. Doch als dauerhafter Rückenwind für Ölkonzerne dürfte die Krise im Nahen Osten ausgedient haben. Für eine fundierte Einschätzung der Ölaktien lohnt daher ein Blick auf die fundamentalen Marktdaten.

Überangebot belastet den Ausblick

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet für das laufende Jahr ein Überangebot an Öl – ein klares Warnsignal für den Ölpreis. Die Mehrheit der Marktbeobachter rechnet im zweiten Halbjahr mit Preisen zwischen 55 und 65 Dollar pro Barrel, was deutlich unter dem aktuellen Niveau läge.

Auch von der Nachfrageseite droht wenig Unterstützung. China, der weltgrößte Ölimporteur, hat im vergangenen Jahr und zu Beginn dieses Jahres seine Reserven aufgestockt. Zwar wurden diese im Sommer leicht abgebaut, doch sie sind nach wie vor groß genug, um Engpässe abzufedern. Eine starke Nachfragebelebung aus China ist daher nicht zu erwarten.

Für Anleger mit Gewinnen auf Ölaktien bedeutet das: Jetzt Gewinne mitnehmen ist eine sinnvolle Strategie. Sich vollständig von Ölwerten zu trennen wäre jedoch übertrieben – die Aktien der Ölmultis bieten nach wie vor einen soliden Schutz gegen die anhaltend hohe Inflation.

Kostensenkung als entscheidender Faktor

Sollte der Ölpreis im zweiten Halbjahr tatsächlich fallen, eröffnet das Anlegern eine günstigere Einstiegsgelegenheit. Bis dahin sollten Investoren das Geschäftsmodell der einzelnen Konzerne genauer unter die Lupe nehmen. Ohne politischen Rückenwind müssen die Ölmultis konsequent Kosten senken und sich von weniger profitablen Sparten trennen.

BP hat diesen Weg bereits eingeschlagen: Der britische Konzern plant den Abbau von 700 Stellen, die nicht direkt mit der Öl- und Gasproduktion zusammenhängen, und will zudem sein Nordseegeschäft verkaufen. Ziel ist ein schlankeres, wettbewerbsfähigeres Unternehmen. Je besser die Ölkonzerne ihre Kostenstruktur optimieren, desto widerstandsfähiger werden sie gegenüber Ölpreisschwankungen.

US-Konzerne mit geringerer geopolitischer Abhängigkeit

Auch die regionale Aufstellung der Konzerne spielt eine wichtige Rolle. Shell ist als weltgrößter Händler von Flüssigerdgas (LNG) stark von der Produktion in Katar abhängig. Ein dauerhafter Frieden in der Region könnte die Umsätze beflügeln – bleibt die Lage instabil, könnte das LNG-Geschäft die Aktie belasten.

Anleger, die weniger Exposure gegenüber dem politisch unsicheren Nahen Osten wünschen, sollten US-Konzerne in Betracht ziehen. Exxon Mobil und Chevron sind stark im heimischen Markt verankert. Chevron ist in der Golfregion derzeit lediglich in Ägypten aktiv – ein deutlich geringeres geopolitisches Risiko als bei europäischen Wettbewerbern.

ÖlaktienShell QuartalsergebnisChevron GewinnExxon MobilÖlpreis AusblickÜberangebot ÖlGeopolitik ÖlmarktLng Aktien

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Heizölpreise steigen stark: Staatlicher Rabatt bleibt umstritten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.