Nvidia verzichtet auf Vorauszahlung für H200-Chips in China
Nvidia stellt klar: Für H200-Chips ist keine vollständige Vorauszahlung erforderlich. Dies dementiert frühere Berichte über ungewöhnlich strenge Zahlungsbedingungen für chinesische Kunden.

Der US-Chiphersteller Nvidia (Nasdaq:NVDA) hat Berichte über strenge Vorauszahlungsbedingungen für seine H200-Chips zurückgewiesen. Laut Reuters erklärte ein Unternehmenssprecher am Dienstag, dass keine vollständige Vorauszahlung von Kunden verlangt werde. Zuvor war berichtet worden, chinesische Abnehmer müssten die Chips komplett im Voraus bezahlen.
Starke Nachfrage aus China
Die Klarstellung kommt zu einem Zeitpunkt hoher Nachfrage: Chinesische Technologieunternehmen haben Berichten vom Dezember zufolge mehr als 2 Millionen H200-Chips bestellt. Der H200 ist der fortschrittlichste KI-Chip, den Nvidia derzeit in China verkaufen darf, nachdem Washington den Verkauf genehmigt hatte.
Die massive Bestellmenge unterstreicht den Bedarf chinesischer Tech-Konzerne an leistungsfähiger KI-Hardware, trotz der angespannten Handelssituation zwischen den USA und China.
Unsichere Zukunft im China-Geschäft
Allerdings bleibt die langfristige Perspektive unklar. Peking verfolgt das strategische Ziel, sich im gesamten KI-Bereich vollständig selbst zu versorgen und unabhängig von ausländischen Lieferanten zu werden. Experten erwarteten bereits, dass China 2025 Importe von Nvidia-Chips blockieren könnte.
Der anhaltende Handelskonflikt zwischen Washington und Peking verschärft die Situation zusätzlich. Nvidia hatte bereits im vergangenen Jahr signalisiert, China aufgrund der erhöhten Unsicherheit nicht mehr in seine Gewinnprognosen einzubeziehen.
Bedeutung für Anleger
Für Nvidia-Aktionäre bleibt das China-Geschäft ein Risikofaktor. Während die aktuellen Bestellungen auf robuste Nachfrage hindeuten, könnten politische Entscheidungen den Zugang zum zweitgrößten Halbleitermarkt der Welt jederzeit einschränken. Die Aktie reagierte zunächst wenig auf die Nachricht.
