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Nvidia erlebt beispiellosen Börsenwert-Verlust

Zweifel an Künstlicher Intelligenz und enttäuschende Prognosen belasten das Unternehmen

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Nvidia erlebt beispiellosen Börsenwert-Verlust

Der US-amerikanische Chiphersteller Nvidia hat innerhalb eines einzigen Tages einen beispiellosen Wertverlust von 279 Milliarden Dollar an der Börse verzeichnet. Dies ist der größte Tagesverlust, den jemals ein US-Unternehmen erlitten hat. Der Aktienkurs von Nvidia sank um 9,5 Prozent, was die Marktkapitalisierung auf 2,4 Billionen Dollar reduzierte. Noch im Juni hatte Nvidia einen Börsenwert von über drei Billionen Dollar erreicht und war vorübergehend das wertvollste Unternehmen der Welt, vor Apple und <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft. Der massive Kursrückgang war nicht nur für Nvidia ein Problem, sondern führte auch zu einem deutlichen Rückgang bei den US-Technologieindizes. Der Nasdaq verlor 3,3 Prozent und der PHLX-Chipindex 7,8 Prozent, was den stärksten Rückgang des Chipindex seit 2020 darstellte.

In den vergangenen Monaten hatten insbesondere Chipunternehmen von dem Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitiert. Nvidia konnte im zweiten Quartal dieses Jahres Umsatz und Gewinn mehr als verdoppeln, was sich auch in einem starken Anstieg des Aktienkurses niederschlug. Die leistungsstarken Grafik-Chips von Nvidia gelten als Schlüsseltechnologie für die KI-Industrie, und das Unternehmen verzeichnete auch erhebliche Umsätze mit begleitender Software und Dienstleistungen. Doch zuletzt wuchsen bei Investoren Zweifel, ob die hohen Erwartungen an den KI-Markt realistisch sind. Eine jüngst veröffentlichte Quartalsprognose von Nvidia hatte die hohen Erwartungen nicht erfüllt, was bereits zu einem Kursrückgang von sieben Prozent im nachbörslichen Handel geführt hatte. Experten hatten vor allem auf die neue Prozessor-Generation Blackwell geschaut, deren Entwicklung jedoch noch nicht abgeschlossen ist.

Der Kursrückgang wurde zusätzlich durch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA und schwache Umsatzzahlen aus der Halbleiterbranche verstärkt. Analysten von Morgan Stanley äußerten sich besorgt, dass die Umsätze in fast allen Produktbereichen schwächer ausfielen als erwartet. Dies nährte die Befürchtung, dass die hohen Investitionen in KI-Technologien nur langsam Früchte tragen könnten. Die Verunsicherung der Anleger zeigte sich auch in einem Anstieg des sogenannten Angstbarometers VIX, das die erwarteten Schwankungen des S&P 500 misst. Viele Investoren zogen sich aus den Aktienmärkten zurück und suchten Zuflucht in sichereren Anlagen wie US-Staatsanleihen.

Zusätzlich geriet Nvidia ins Visier der US-Wettbewerbsbehörden. Laut einem Bericht von Bloomberg hat das US-Justizministerium bei Nvidia und anderen Unternehmen Informationen bezüglich der Dominanz des Unternehmens im Bereich der KI-Chips angefordert. Dies führte nach Handelsschluss zu einem weiteren Rückgang des Nvidia-Aktienkurses um 2,4 Prozent.

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