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Nvidia-CEO Huang sieht Chip-Ausverkauf als Kaufgelegenheit

Jensen Huang widerspricht dem Kursrutsch im Halbleitersektor und betont: Die KI-Revolution stehe erst am Anfang.

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Nvidia-CEO Huang sieht Chip-Ausverkauf als Kaufgelegenheit

NVIDIA-CEO Jensen Huang hat sich am Montag klar gegen die Panikstimmung im Halbleitersektor positioniert. Er bezeichnete den massiven Kursrutsch der vergangenen Woche als Kaufgelegenheit und erklärte: „Wir stehen am Anfang der KI-Revolution." Den Wertverlust von über einer Billion US-Dollar bei Chip-Aktien ordnete Huang als kurzfristige Marktpositionierung ein – nicht als Zeichen struktureller Schwäche bei der KI-Nachfrage.

Der Ausverkauf hatte sich vor allem am 5. Juni konzentriert und war der schlimmste Handelstag für den Sektor seit März 2020. Allein Nvidia verlor an diesem Tag 13,56 US-Dollar je Aktie, was einem Rückgang von 6,2 Prozent entsprach. Das 52-Wochen-Hoch der Aktie liegt bei 236,54 US-Dollar – selbst nach der teilweisen vorbörslichen Erholung besteht damit noch Aufholpotenzial.

Zwei Auslöser trieben den Ausverkauf an

Hinter dem Kurseinbruch steckten zwei wesentliche Faktoren. Erstens sorgte ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht für Mai mit 172.000 neuen Stellen – mehr als doppelt so viele wie von Analysten erwartet – für Befürchtungen, die US-Notenbank Federal Reserve könnte die Zinsen weiter anheben. Zweitens enttäuschte die Prognose von Broadcom für KI-Chips im vorangegangenen Quartal und schürte Zweifel daran, ob die hohen Erwartungen an KI-Investitionsausgaben tatsächlich erfüllt werden können.

Rückendeckung erhielt Huang von Ohsung Kwon, Chefstratege für Aktien bei Wells Fargo. Kwon schloss sich unmittelbar nach dem Ausverkauf der Einschätzung an, dass die Marktpositionierung schwerer wiege als die Fundamentaldaten. „Der Halbleitersektor war massiv überkauft. Deshalb sehen wir diesen Ausverkauf. Ich glaube nicht, dass dies das Ende des Bullenmarktes bei Halbleitern ist", so Kwon.

Experten bleiben überwiegend zuversichtlich

Auch Mark Haefele, CIO von UBS Global Wealth Management, äußerte sich am Montag verhalten optimistisch. Er betonte, dass „die Fundamentaldaten der Unternehmen weiterhin stark sind, obwohl Tech-Aktien in den letzten Tagen aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Erfüllbarkeit von Erwartungen unter Druck geraten sind."

Nicht alle Marktteilnehmer teilen diese Zuversicht. Von Fortune zitierte Analysten warnten, dass der Rückgang des Nasdaq an die Blasendynamik von 1999 erinnere. Ein Analyst beschrieb das Jahr 2026 als beunruhigend ähnlich zu jener Ära und stellte infrage, ob die KI-Bewertungen ohne baldige Zinssenkungen Bestand haben können.

Vor Handelsbeginn zeigten sich die Märkte jedoch erholt. Die S&P 500-Futures notierten 0,9 Prozent im Plus, die NASDAQ 100-Futures legten sogar 1,9 Prozent zu. Im vorbörslichen Handel gewannen NVIDIA 2,7 Prozent, Broadcom 3,3 Prozent und Micron deutliche 8,3 Prozent – ein Zeichen, dass viele Anleger Huangs Einschätzung zu folgen scheinen und die Schwäche als Einstiegsgelegenheit nutzen.

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