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Nth Cycle und Ionic RE kooperieren für westliche Seltenerd-Metallrückgewinnung

Australisches und US-amerikanisches Unternehmen bündeln Technologien für einen unabhängigen westlichen Produktionsweg bei Magnet-Seltenerdoxiden.

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Nth Cycle und Ionic RE kooperieren für westliche Seltenerd-Metallrückgewinnung

Zwei Spezialisten für Metallrecycling-Technologie aus Australien und den USA wollen ihre Verfahren miteinander verknüpfen: Die an der australischen Börse notierte Ionic Rare Earths und das US-Unternehmen Nth Cycle haben eine Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung geschlossen. Ziel ist es, einen „westlich orientierten Produktionsweg" für Magnet-Seltenerdoxide zu etablieren, um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Integration des Elektroextraktions-Fällungsschritts von Nth Cycle in das Raffinations-Fließschema von Ionic Rare Earths. Dieses Fließschema wird derzeit im Pilotmaßstab in Belfast, Nordirland, demonstriert. Die Zusammenführung beider Technologien soll einen geschlossenen und effizienten Prozess zur Rückgewinnung wertvoller Seltenerdmetalle ermöglichen.

Westliche Unabhängigkeit bei Seltenen Erden

Die Kooperation steht im Kontext einer wachsenden globalen Debatte über die Versorgungssicherheit bei Seltenen Erden. Diese Rohstoffe sind unverzichtbar für die Herstellung von Permanentmagneten, die in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und zahlreichen Hightech-Anwendungen eingesetzt werden. Die Abhängigkeit westlicher Industrienationen von asiatischen Lieferketten gilt dabei als strategisches Risiko.

Beide Unternehmen sind überzeugt, dass das geschlossene Elektroextraktions-Verfahren von Nth Cycle einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Ein geschlossenes Verfahren bedeutet, dass Prozesschemikalien im Kreislauf geführt werden, was sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Dies macht die Technologie besonders attraktiv für eine nachhaltige und kosteneffiziente Produktion in westlichen Ländern.

Pilotanlage in Belfast als Ausgangspunkt

Die Pilotanlage in Belfast, Nordirland, dient als technologische Basis für die gemeinsame Weiterentwicklung. Dort demonstriert Ionic Rare Earths bereits sein Raffinations-Fließschema im kleinen Maßstab. Die nun vereinbarte Integration des Nth-Cycle-Verfahrens soll diesen Prozess ergänzen und optimieren.

Für deutsche und europäische Anleger ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Europa versucht aktiv, eigene Lieferketten für kritische Rohstoffe aufzubauen, und Projekte wie dieses könnten langfristig zur Versorgungssicherheit beitragen. Die Ionic Rare Earths ist an der australischen Börse notiert und damit für internationale Investoren zugänglich.

Die Vereinbarung zwischen Nth Cycle und Ionic Rare Earths ist ein weiteres Zeichen dafür, dass westliche Technologieunternehmen zunehmend in die Entwicklung alternativer Seltenerd-Versorgungsketten investieren. Ob und wann aus dem Pilotprojekt eine kommerzielle Produktion wird, bleibt abzuwarten – die technologische Grundlage scheint jedoch gelegt.

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