Norwegens Staatsfonds erzielt 2025 Rekordgewinn von 248 Milliarden Dollar
Big Tech und Bankaktien treiben den weltgrößten Staatsfonds zu einer Jahresrendite von 15,1 Prozent.

Der norwegische Staatsfonds, mit einem Volumen von rund zwei Billionen US-Dollar der größte seiner Art weltweit, hat im Jahr 2025 einen Gewinn von rund 248 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Starke Kursgewinne bei globalen Aktien – allen voran Technologiegiganten und Bankwerte – trieben die Rendite auf beeindruckende 15,1 Prozent. Damit setzt der Fonds seine bemerkenswerte Erfolgsserie fort.
Der Fonds wird von Norges Bank Investment Management (NBIM) verwaltet und wurde in den 1990er Jahren gegründet. Sein ursprünglicher Zweck: die Einnahmen aus Norwegens Öl- und Gasindustrie langfristig im Interesse der norwegischen Bevölkerung anzulegen. Heute ist er in mehr als 7.200 Unternehmen in 60 Ländern investiert.
Der Fonds hält Anteile an rund 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Aktien und ist damit ein bedeutender Akteur an den internationalen Kapitalmärkten. Für deutsche Anleger verdeutlicht das die enorme Marktmacht, die ein konsequent aufgebautes Staatsvermögen entfalten kann.
Breite Streuung als Erfolgsrezept
Die globale Diversifikation über Tausende von Unternehmen und Dutzende von Ländern hinweg gilt als zentrales Merkmal des norwegischen Modells. Durch diese breite Streuung kann der Fonds Risiken minimieren und gleichzeitig von Wachstumstrends weltweit profitieren. Besonders die starke Performance im Technologiesektor sowie bei Finanzwerten trug 2025 maßgeblich zum Ergebnis bei.
Der norwegische Staatsfonds gilt international als Vorbild für staatliche Vermögensverwaltung. Sein Ansatz – systematisches Investieren von Rohstoffeinnahmen in ein breit diversifiziertes Portfolio – wird von vielen Ländern als Blaupause betrachtet. Das Ergebnis für 2025 unterstreicht einmal mehr die Stärke dieses langfristigen Ansatzes.
