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Nikkei 225 bricht um 2,63 Prozent ein – Tokio schwächelt

Japanische Aktien schlossen am Donnerstag deutlich im Minus. Papier, Transport und Kommunikation belasteten den Markt besonders stark.

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Nikkei 225 bricht um 2,63 Prozent ein – Tokio schwächelt

Der japanische Leitindex Nikkei 225 hat am Donnerstag einen deutlichen Rücksetzer erlitten. Zum Handelsschluss in Tokio verlor der Index 2,63 Prozent, belastet vor allem durch Schwäche in den Sektoren Papier & Zellstoff, Transport und Kommunikation. Das Marktbild war eindeutig: An der Tokioter Börse überwogen die Verlierer die Gewinner mit 2.376 zu 1.138, während 242 Titel unverändert blieben.

Besonders hart traf es Technologie- und Halbleiterwerte. Kioxia Holdings Corp (TYO: 285A) verzeichnete mit einem Minus von 15,03 Prozent oder 10.990 Punkten den größten Tagesverlust und schloss bei 62.110 Punkten. Ibiden Co Ltd (TYO: 4062) folgte mit einem Rückgang von 10,01 Prozent oder 1.935 Punkten auf 17.405. SUMCO Corp. (TYO: 3436) büßte 9,07 Prozent oder 460 Punkte ein und notierte zum Schluss bei 4.614.

Lichtblicke trotz breitem Abverkauf

Inmitten des allgemeinen Ausverkaufs gab es dennoch einige Gewinner. Mitsubishi Motors Corp. (TYO: 7211) führte die Gewinnerliste im Nikkei 225 an und legte um 6,43 Prozent oder 23,50 Punkte auf 389,20 zu. BayCurrent Consulting Inc (TYO: 6532) kletterte um 5,83 Prozent oder 372 Punkte auf 6.755. Ryohin Keikaku Ltd (TYO: 7453), bekannt als Muttergesellschaft der Einzelhandelskette Muji, stieg um 4,90 Prozent oder 204 Punkte auf 4.370 – und markierte damit sogar ein neues Allzeithoch.

Der Nikkei Volatility Index, der die implizite Volatilität von Nikkei-225-Optionen misst, sank trotz der Kursverluste um 9,58 Prozent auf 32,00. Ein rückläufiger Volatilitätsindex deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer zwar Verluste hinnehmen mussten, die Nervosität am Optionsmarkt jedoch etwas nachließ.

Rohstoff- und Devisenmärkte im Überblick

Auch an den Rohstoffmärkten zeigte sich ein leicht schwächeres Bild. Rohöl zur Lieferung im August verbilligte sich um 0,18 Prozent oder 0,14 Dollar auf 79,46 Dollar pro Barrel. Brent-Öl zur Lieferung im September fiel um 0,41 Prozent oder 0,35 Dollar auf 84,60 Dollar pro Barrel. Gold-Futures für August gaben um 0,42 Prozent oder 16,85 Dollar nach und wurden bei 4.034,95 Dollar pro Feinunze gehandelt.

Im Devisenmarkt bewegte sich das Währungspaar USD/JPY kaum und sank leicht um 0,04 Prozent auf 162,12. EUR/JPY legte minimal um 0,03 Prozent auf 185,93 zu. Der US-Dollar-Index-Future notierte 0,01 Prozent höher bei 100,29 – allesamt moderate Bewegungen, die auf einen weitgehend ruhigen Devisenhandel hindeuten.

Der breite Abverkauf in Tokio unterstreicht die anhaltende Unsicherheit an den asiatischen Aktienmärkten. Insbesondere Halbleiter- und Technologiewerte stehen unter Druck, während Einzelhandels- und Beratungsunternehmen wie Ryohin Keikaku und BayCurrent Consulting gegen den Trend zulegen konnten. Für deutsche Anleger mit Engagement in Japan-ETFs oder japanischen Einzelwerten bleibt die Entwicklung des Nikkei 225 ein wichtiger Indikator für die Stimmung in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.

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