Nike verbucht 300 Millionen Dollar Restrukturierungskosten nach Stellenabbau
Der Sportartikelriese reagiert auf sinkende Margen mit massivem Stellenabbau und erheblichen Sonderbelastungen.

Nike verbucht im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Vorsteuerbelastungen von rund 300 Millionen Dollar. Der Großteil dieser Kosten entfällt auf Abfindungszahlungen an entlassene Mitarbeiter. Konzernchef Elliott Hill treibt damit eine umfassende Restrukturierung voran, um die Profitabilität des Unternehmens wiederherzustellen.
Im Januar hatte Nike bereits rund 775 Stellen in den USA gestrichen. Hintergrund ist die geplante Beschleunigung der Automatisierung im Konzern. Auch die Tochtermarke Converse baute laut einem Reuters-Bericht vom Februar Verwaltungsstellen ab, um ihr Betriebsmodell enger an die Muttergesellschaft anzupassen.
Margenschwund und Produkterneuerung als Treiber
CEO Hill steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits muss er den anhaltenden Margenschwund stoppen, andererseits den Produktmix grundlegend erneuern, um den Absatz wieder anzukurbeln. Nike hatte zuletzt mit rückläufigen Umsätzen und einem schwächelnden Kerngeschäft zu kämpfen. Die Restrukturierung soll die Kostenstruktur des Konzerns dauerhaft verbessern.
In einer Börsenmitteilung vom Donnerstag wies Nike darauf hin, dass weitere Maßnahmen dieser Art möglich seien. Dies könnte zu zusätzlichen Belastungen in kommenden Quartalen führen. Anleger müssen damit rechnen, dass der Konzernumbau noch nicht abgeschlossen ist.
Für deutsche Investoren ist Nike an der New Yorker Börse (NYSE) gelistet und gilt als einer der weltweit führenden Sportartikelhersteller. Die Aktie reagierte zuletzt sensibel auf Meldungen zur Geschäftsentwicklung. Der laufende Umbau dürfte die Ergebnisse kurzfristig belasten, soll den Konzern mittelfristig aber wettbewerbsfähiger aufstellen.
