ANZEIGE

NHS-Datenplattform von Palantir: Kosten steigen auf 1,1 Milliarden Pfund

Großbritannien korrigiert Kostenprognosen für die Palantir-Datenplattform des NHS nach oben – während die erwarteten Vorteile sinken.

•• 3 Min
NHS-Datenplattform von Palantir: Kosten steigen auf 1,1 Milliarden Pfund

Die britische Regierung hat die prognostizierten Gesamtkosten für die von Palantir entwickelte Federated Data Platform (FDP) des NHS England auf 1,1 Milliarden Britische Pfund angehoben. Gleichzeitig sind die erwarteten finanziellen Vorteile auf 808 Millionen Pfund gesunken. Dies geht aus einem offiziellen Bericht der National Infrastructure and Service Transformation Authority hervor, einer britischen Regierungsbehörde.

Als Ursache für den Kostenanstieg nennt der Bericht eine „verstärkte Umsetzung in großem Maßstab" im vergangenen Geschäftsjahr. Der Rückgang der prognostizierten Vorteile spiegele hingegen „Verfeinerungen der Schätzungen" wider – bedingt durch aktualisierte Rollout-Pläne, verbesserte Daten, detailliertere Annahmen zur Umsetzung sowie ein „besseres Verständnis der Produktleistung, -nutzung und -akzeptanz".

Die Gesamtkosten der FDP umfassen sowohl die Implementierung der Software im gesamten NHS als auch den an Palantir vergebenen Auftrag im Wert von 330 Millionen Pfund. NHS England betont, die gestiegenen Kosten für das laufende und das vorangegangene Geschäftsjahr innerhalb des bestehenden Budgetrahmens „aufgefangen" zu haben. Das Projekt wird offiziell mit „Grün" bewertet – ein Signal, dass es auf Kurs für eine erfolgreiche Umsetzung ist. Palantir verwies darauf, dass die FDP damit zu den besten 20 Prozent der Regierungsprogramme zähle und eines von 29 Projekten mit einer grünen Bewertung von insgesamt 172 sei.

Politischer Druck und Transparenzforderungen

Die Revisionen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt: Minister stehen unter zunehmendem Druck, eine für 2027 vorgesehene Ausstiegsklausel im Vertrag mit Palantir zu nutzen. Zwei Parlamentsausschüsse haben die Regierung bereits aufgefordert, den Vertrag zu kündigen. Sie verwiesen auf das „erhebliche Misstrauen" der Öffentlichkeit gegenüber der FDP und „umstrittene" Belege für deren Wirksamkeit.

Layla Moran, Abgeordnete der Liberaldemokraten und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, erklärte, die neuen Zahlen würden die „Dringlichkeit nur verstärken", die Verbindung zu Palantir vor der Frist zur Vertragsverlängerung Ende dieses Jahres zu kappen. Sie kritisierte zudem den „Mangel an Transparenz", der den Ausschuss daran gehindert habe, seiner Überprüfungspflicht nachzukommen.

Ben Coleman, Labour-Abgeordneter im Gesundheitsausschuss, forderte mehr Klarheit über die Zahlen: „Um dieses zunehmend umstrittene NHS-Projekt zur Rechenschaft zu ziehen, müssen wir wissen, wie viel des Kostenanstiegs und des Rückgangs der Vorteile real ist und wie viel lediglich aus der Umstellung auf ‚Realpreise' resultiert." Er mahnte, NHS England solle historische Schätzungen veröffentlichen, damit ein direkter Vergleich möglich werde. Andernfalls, so Coleman, „könnten die Menschen einfach vom Schlimmsten ausgehen".

Zweifel an der Wirksamkeit der Plattform

Die Glaubwürdigkeit der FDP steht auch inhaltlich unter Beschuss. Die Financial Times hatte eine Reihe von Fehlern in einem wichtigen zugrunde liegenden Datensatz identifiziert. Untersuchungen des Think-Tanks Health Foundation stellten zudem „keine merkliche Verbesserung" der Leistung in Krankenhäusern fest, die das Tool zur Patientenentlassung nutzen.

Die britische Statistikbehörde leitete im Juni eine Untersuchung der Wirksamkeitsbehauptungen ein, nachdem NHS England auf der FDP-Webseite einen Vorbehalt hinzugefügt hatte, wonach wichtige Daten die Wirksamkeit nicht belegen. Interne E-Mails zeigen zudem, dass der Gesundheitsdienst plant, die Berechnungsmethode für zwei seiner wichtigsten Kennzahlen zu ändern – mehr als ein Jahr nach der ersten Veröffentlichung der entsprechenden Behauptungen.

NHS England verteidigte das Projekt dennoch: Der Kostenanstieg spiegele eine „starke Nachfrage" wider und sei ein „klares Zeichen für das Vertrauen in das Programm". Man erwarte weiterhin, dass die Plattform „erhebliche Vorteile für Patienten, Kliniker und das gesamte Gesundheits- und Pflegesystem" bringen werde. Palantir seinerseits erklärte, der Kostenanstieg liege unter der 5-Prozent-Schwelle für wesentliche Änderungen und man sei „entschlossen", die im Bericht dargelegten Erwartungen zu erfüllen.

Die FDP ist ein zentrales Digitalisierungsprojekt des britischen Gesundheitssystems. Sie soll unterschiedliche Datensätze im NHS verknüpfen und so die Effizienz steigern. Kritiker bemängeln jedoch nicht nur die Kostenentwicklung, sondern auch die engen Verbindungen des US-Unternehmens Palantir zur Trump-Administration – ein Aspekt, der die politische Debatte in Großbritannien zusätzlich anheizt.

Palantir NhsFederated Data PlatformNhs England KostenPalantir Vertrag GroßbritannienNhs DatenplattformPalantir FdpNhs Digitalisierung

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Galeria Karstadt Kaufhof: Beetz stellt Rettungsplan für Warenhauskette vor
  5. Heizölpreise steigen stark: Staatlicher Rabatt bleibt umstritten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.