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Nexstar-Aktie steigt 5% nach FCC-Bericht zur Sendeobergrenze

Bloomberg-Bericht über geplante FCC-Deregulierung beflügelt Nexstar-Aktie und könnte milliardenschwere Tegna-Übernahme absichern.

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Nexstar-Aktie steigt 5% nach FCC-Bericht zur Sendeobergrenze

Die Aktien der Nexstar Media Group (NASDAQ: NXST) legten am Mittwoch um 5% zu, nachdem Bloomberg berichtete, dass die US-Medienbehörde FCC (Federal Communications Commission) die landesweite Obergrenze für das Rundfunkpublikum voraussichtlich aufheben wird. Die Regelung begrenzte bisher die Anzahl der Fernsehhaushalte, die ein einzelner Sender erreichen darf. Für Nexstar wäre die Abschaffung dieser Grenze ein entscheidender Schritt zur Absicherung seiner geplanten Übernahme des Konkurrenten Tegna Inc.

Laut Bloomberg soll FCC-Vorsitzender Brendan Carr die Regeländerung in einem Gastbeitrag auf der Nachrichtenplattform Breitbart ankündigen und anschließend auf einem politischen Gipfel in Washington diskutieren. Dies berichten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Eine offizielle Bestätigung der FCC steht noch aus.

Warum die Deregulierung für Nexstar so wichtig ist

Die geplante Aufhebung der Sendeobergrenze ist für Nexstar von zentraler strategischer Bedeutung. Der Zusammenschluss von Nexstar und Tegna würde gemeinsam rund 80% der US-Haushalte erreichen – und damit weit über der bisherigen historischen Grenze von 39% liegen. Die FCC hatte die Regelung bei der Genehmigung der Transaktion Anfang dieses Jahres bereits im Einzelfall ausgesetzt, um den Deal nicht zu blockieren.

Obwohl die bestehende Regelung den Abschluss der Transaktion formal nicht verhindert hat, könnte sie in einem laufenden Rechtsstreit eine entscheidende Rolle spielen. Eine parteiübergreifende Gruppe von Generalstaatsanwälten verschiedener US-Bundesstaaten hat gemeinsam mit dem Satelliten-TV-Anbieter DirecTV einen gerichtlich angeordneten Stopp der Integrationsbemühungen erwirkt. Beide Parteien verfolgen Kartellrechtsklagen gegen den Zusammenschluss. Ein Prozess soll im nächsten Sommer beginnen.

Branche fordert seit Jahren Lockerung der Konsolidierungsregeln

Die Rundfunkbranche argumentiert seit Langem, dass die Anti-Konsolidierungsregeln veraltet seien. Der Wettbewerb komme heute nicht mehr nur von klassischen TV-Sendern, sondern zunehmend von unregulierten Streaming-Diensten und Social-Media-Plattformen. Traditionelle Broadcaster sehen sich dadurch strukturell benachteiligt und fordern eine Anpassung der regulatorischen Rahmenbedingungen.

Dennoch ist die geplante Deregulierung nicht unumstritten. Interessenverbände, Gewerkschaften und der Kabel-TV-Senderbetreiber Newsmax Inc. sprachen sich gegen eine Lockerung der Grenzwerte aus. Zudem droht ein juristischer Streit darüber, ob die FCC die Anti-Konsolidierungsklausel überhaupt einseitig aufheben kann – oder ob dafür ein Beschluss des US-Kongresses notwendig wäre.

Für deutsche Anleger ist der Fall ein anschauliches Beispiel dafür, wie regulatorische Entscheidungen den Aktienkurs eines Unternehmens unmittelbar beeinflussen können. Nexstar ist einer der größten lokalen TV-Senderbetreiber der USA und betreibt zahlreiche Stationen im ganzen Land. Die Tegna-Übernahme wäre ein bedeutender Konsolidierungsschritt in einem Markt, der sich durch den Aufstieg digitaler Medien stark im Wandel befindet.

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