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Netflix entlässt rund sechs Prozent seiner Belegschaft

Der Streaming-Konzern streicht Stellen vor allem in Produkt, Technologie, Recht und Personal – das Geschäft sei dennoch stark.

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Netflix entlässt rund sechs Prozent seiner Belegschaft

Netflix hat am Mittwoch mitgeteilt, dass das Unternehmen rund sechs Prozent seiner Mitarbeiter entlassen wird. Die Informationen stammen aus einem internen Memo, das der US-Sender CNBC einsehen konnte. Der angekündigte Stellenabbau betrifft demnach vor allem die Produkt-, Technologie-, Rechts- und Personalabteilungen.

Die Maßnahme trifft damit mehrere zentrale Bereiche des Unternehmens. Die Produkt- und Technologieabteilungen verantworten bei Streaming-Diensten typischerweise die Weiterentwicklung der App, die Empfehlungsalgorithmen und die technische Infrastruktur. Rechts- und Personalabteilungen wiederum sind für Vertragsgestaltung, Compliance sowie die Personalplanung zuständig. Dass gerade diese Funktionen betroffen sind, deutet auf eine Konzentration der Ressourcen auf ausgewählte Wachstumsfelder hin.

Führung verteidigt Schritt mit Fokus auf Wirkung

In der E-Mail an die Mitarbeiter erklärten die beiden Ko-Vorstandsvorsitzenden Ted Sarandos und Greg Peters den Schritt mit der ehrgeizigen Unternehmensmission. „Unsere Mission – die Welt zu unterhalten – ist ehrgeizig, und ihre Umsetzung erfordert, dass wir diszipliniert entscheiden, wo wir unsere Menschen und Ressourcen priorisieren“, schrieben die beiden Manager. Damit macht die Führung deutlich, dass die Kürzungen nicht als Krisensignal, sondern als Folge einer bewussten Priorisierung verstanden werden sollen.

Zugleich betonten Sarandos und Peters die unverändert positive Geschäftsentwicklung. „Unser Geschäft ist stark und wächst, und wir liegen weiterhin auf Kurs, um unsere Prognose für das Gesamtjahr zu erfüllen“, heißt es in dem Memo weiter. Das Unternehmen werde „weiterhin aggressiv in bereichsübergreifend hohe Impact-Bereiche investieren“, um den Service zu verbessern und Wachstum sowie Innovation voranzutreiben. Der Stellenabbau gehe demnach einher mit „konzentrierten Entscheidungen im gesamten Unternehmen“, damit Netflix weiterhin für Mitglieder, Partner, Mitarbeiter und Investoren liefern könne.

Keine weiteren Angaben vom Unternehmen

Netflix erklärte laut CNBC, dass es über die Aussagen im Memo der Ko-Vorstandsvorsitzenden hinaus keine weiteren Kommentare geben wird. Das Unternehmen machte damit zunächst keine zusätzlichen Angaben zur Zahl der konkret betroffenen Mitarbeiter, zu Abfindungsregelungen oder zu den Gründen für die Auswahl der betroffenen Abteilungen.

Für deutsche Anleger ist die Nachricht vor allem deshalb relevant, weil Netflix zu den weltweit führenden Streaming-Anbietern zählt und die Aktie an den internationalen Märkten stark beachtet wird. Ein Stellenabbau dieser Größenordnung bei einem nach eigenen Angaben wachsenden Unternehmen wirft regelmäßig die Frage auf, wie sich Kostendisziplin und Investitionsbereitschaft miteinander vereinbaren lassen. Die Führung positioniert die Kürzungen ausdrücklich als Teil einer Strategie, die Effizienz und gezieltes Wachstum verbinden soll.

Der Bericht ist als Eilmeldung eingestuft. CNBC wies darauf hin, dass die Seite für weitere Aktualisierungen neu geladen werden sollte. In den kommenden Stunden und Tagen dürften zusätzliche Details erwartet werden, etwa zur genauen Zahl der Betroffenen und zu den Auswirkungen auf die einzelnen Unternehmensbereiche.

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