Netflix, Block und Dell glänzen vorbörslich – CoreWeave und Flutter schwächeln
Starke Quartalszahlen und strategische Entscheidungen sorgen für deutliche Kursbewegungen vor dem US-Börsenstart.

Die US-Aktienmärkte zeigen am Freitag vor dem Handelsstart ein gemischtes Bild. Während einige Unternehmen mit starken Quartalsergebnissen oder strategischen Meldungen punkten, enttäuschen andere die Anleger mit schwachen Prognosen. Im Fokus stehen dabei Nachrichten rund um Streaming, Künstliche Intelligenz und den US-Konsumsektor.
<a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix springt vorbörslich um 7,3 Prozent nach oben, nachdem der Streaming-Riese bekanntgegeben hat, sein Übernahmegebot für Warner Bros. Discovery nicht zu erhöhen. Damit rückt Paramount Skydance als wahrscheinlicher Käufer des Hollywood-Konzerns in den Vordergrund – die Paramount-Aktie legt entsprechend 6,4 Prozent zu, während Warner Bros. Discovery 1,4 Prozent verliert.
Besonders auffällig ist der Kurssprung von Block: Die Aktie des Zahlungsdienstleisters schießt um 20 Prozent in die Höhe. Auslöser ist die Ankündigung, im Zuge einer KI-getriebenen Umstrukturierung mehr als 4.000 Stellen zu streichen – das entspricht knapp der Hälfte der gesamten Belegschaft. Anleger werten den radikalen Stellenabbau als Signal für eine konsequente Effizienzstrategie.
Starke KI-Nachfrage treibt Dell an
Dell Technologies verzeichnet ein vorbörsliches Plus von 12 Prozent. Der PC- und Serverhersteller übertraf die Erwartungen im vierten Quartal deutlich und profitiert dabei von der wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Unternehmen weltweit investieren massiv in Rechenzentren und Server – ein Trend, von dem Dell direkt profitiert.
Rocket Companies, ein US-amerikanisches Fintech-Unternehmen im Hypothekenbereich, legt ebenfalls 7,3 Prozent zu. Umsatz und Gewinn übertrafen im vierten Quartal die Erwartungen, und die Prognose für das laufende Jahr fiel stark aus. Damit setzt sich die Erholung im US-Immobilienfinanzierungsmarkt fort.
Verluste bei CoreWeave, Flutter und Zscaler
Auf der Verliererseite fällt CoreWeave mit einem Minus von 11 Prozent besonders auf. Das Cloud-Computing-Unternehmen, das erst kürzlich an die Börse gegangen ist, meldete einen höheren Verlust als erwartet und verfehlte die Schätzungen für die bereinigte operative Marge deutlich – trotz leicht gestiegenem Umsatz.
Flutter Entertainment, einer der weltgrößten Sportwettenanbieter, verliert 13 Prozent. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 ein bescheidenes Gewinnwachstum, das weit hinter den Analystenerwartungen zurückbleibt. Als Grund nennt Flutter Herausforderungen im hart umkämpften US-Markt.
Zscaler fällt trotz besser als erwarteter Quartalszahlen um 9,6 Prozent. Der Cybersicherheitsspezialist lieferte Ergebnisse über den Prognosen – doch Anleger hatten auf noch positivere Signale gehofft. Auch Intuit verliert 2,9 Prozent, nachdem der Finanzsoftware-Konzern für das dritte Quartal einen Gewinn unter den Schätzungen in Aussicht stellte.
Der Kinderbekleidungshersteller Carter's bricht um 9,7 Prozent ein. Die Jahresprognose für 2026 enttäuschte, wobei mögliche Auswirkungen aktueller US-Zollentwicklungen noch nicht eingerechnet sind – ein Risiko, das Anleger offenbar besorgt. Target gibt dagegen nur leicht um 0,5 Prozent nach, nachdem der Einzelhändler angekündigt hat, bis Ende Mai keine Frühstücksflocken mit synthetischen Farbstoffen mehr zu verkaufen.
