Nervöser Handel an den Märkten: US-Schulden-Deal verunsichert Anleger
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Nervosität prägte gestern den Handel an den Märkten, da Unsicherheit über den US-Schulden-Deal herrschte. Die Abstimmung zur Aussetzung der Schuldenobergrenze fand nach Börsenschluss statt, was zu Verunsicherung führte. Der Dow Jones ging um 0,4 Prozent zurück, während die Nasdaq noch stärker unter Druck geriet. Der Konjunkturbericht der Fed brachte wenig neue Erkenntnisse, deutete jedoch auf einen verdunkelten Ausblick hin. Die Einkaufsmanagerstimmung in der Region Chicago verschlechterte sich überraschend.
Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete einen Rückgang von 1,5 Prozent und schloss den Monat mit einem Minus von 1,6 Prozent ab. Schwache Konjunkturdaten aus China und der US-Schuldenstreit waren Gründe für die trübe Stimmung. Die chinesischen Frühindikatoren für den Mai fielen schlechter aus als erwartet.
In Deutschland gab es jedoch positive Konjunkturdaten. Die Arbeitslosenzahl ging im Mai auf 2,544 Millionen zurück, während die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 5,5 Prozent sank. Die Europäische Zentralbank warnte vor erhöhten Risiken für die Stabilität des Finanzsystems im Euroraum aufgrund von Bankenturbulenzen, Inflation und Finanzierungsbedingungen.
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten ebenfalls Verluste aufgrund der Sorgen um die Nachfrage in China. Die Ölpreise fielen aufgrund der geringeren Rohstoffnachfrage. Der Euro fiel gegenüber dem Dollar, während der Goldpreis sich leicht erholte.
Einige Unternehmen standen im Fokus: Die Münchener Rück veröffentlichte positive Daten zu den Unwetterschäden des letzten Jahres, während RWE Batteriespeicher im Großformat an seinen Kraftwerkstandorten baute. Uniper profitierte von fallenden Gaspreisen. Volkswagen gab bekannt, sich nicht an Preiskämpfen in China beteiligen zu wollen.
Die Deutsche Wohnen und Vonovia gerieten aufgrund eines Darlehens unter Druck. Die Commerzbank plant einen Wechsel an der Aufsichtsratsspitze, und Elon Musk wurde bei seinem Besuch in China wie ein Star gefeiert. Der Baukonzern Strabag trotzte der schwächeren Baukonjunktur und verzeichnete einen Anstieg des Auftragsbestands.
