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Neo sichert sich 126 Millionen Euro EU-Förderung für Magnete

Der kanadische Permanentmagneten-Hersteller Neo erhält bis zu 126 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds für den Ausbau in Estland.

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Neo sichert sich 126 Millionen Euro EU-Förderung für Magnete

Der an der TSX notierte Hersteller von Permanentmagneten Neo Performance Metals hat einen Zuschuss aus dem EU-Innovationsfonds in Höhe von bis zu 126 Millionen Euro erhalten. Das entspricht rund 141 Millionen US-Dollar. Die Förderung soll eine erweiterte Wertschöpfungskette für Seltene-Erden-Magnete in Estland unterstützen, die sich über Trennung, Metallisierung und Magnetherstellung erstreckt.

Mit dem Geld will das Unternehmen die Produktionskapazität für Permanentmagnete um bis zu 3.000 Tonnen pro Jahr erhöhen. Ein Drittel dieser zusätzlichen Kapazität ist für Offshore-Windparks in der Europäischen Union vorgesehen. Damit rückt die europäische Versorgung mit Schlüsselkomponenten der Energiewende stärker in den Fokus.

Neo hatte im September die kommerzielle Produktion in seiner estnischen Anlage für Permanentmagnete gestartet. Die Nennkapazität der Phase 1A liegt bei 2.000 Tonnen pro Jahr an Neodym-Eisen-Bor-Permanentmagneten. Die Unterstützung durch den EU-Innovationsfonds ermöglicht nun die Erweiterung auf Phase 1B mit einer Kapazität von 5.000 Tonnen pro Jahr.

Expansion bereits in Planung

Die Expansion ist bereits in Planung. Derzeit laufen detaillierte Ingenieurleistungen, die Planung des Anlagenlayouts, die Beschaffung fortschrittlicher Ausrüstung sowie die Supply-Chain-Planung. Neo schätzt die Kosten des Expansionsprojekts auf 400 Millionen Euro und die Dauer auf zwei bis drei Jahre.

Langfristig strebt das Unternehmen Produktionsausweitungen auf 20.000 Tonnen pro Jahr Permanentmagnete an. Das würde zwischen 10% und 15% des weltweit prognostizierten Marktes für Seltene-Erden-Permanentmagnete außerhalb Chinas entsprechen. Damit positioniert sich Neo als ein zentraler Akteur für eine von China unabhängigere Lieferkette.

Zu den aktuellen Geschäftsbereichen des Unternehmens gehören die Silmet-Anlage zur Trennung von Seltenen Erden in Sillamäe sowie eine Anlage für gesinterte Permanentmagnete in Narva. Beide Standorte liegen etwa 30 Kilometer voneinander entfernt.

Für deutsche Anleger ist die Nachricht vor dem Hintergrund der europäischen Rohstoffstrategie relevant. Seltene Erden und Permanentmagnete gelten als kritische Rohstoffe, die unter anderem in Windkraftanlagen, Elektromotoren und der Verteidigungstechnik zum Einsatz kommen. Die EU bemüht sich seit Jahren, die Abhängigkeit von Importen aus China zu verringern. Der Innovationsfonds ist eines der zentralen Instrumente, mit denen Brüssel entsprechende Projekte finanziell unterstützt.

Neo Performance Metals ist an der Toronto Stock Exchange gelistet. Der Zuschuss aus dem EU-Innovationsfonds unterstreicht die strategische Bedeutung der estnischen Standorte innerhalb der europäischen Wertschöpfungskette für Seltene-Erden-Magnete.

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