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NASA-Chef flog Oldtimer-Jet trotz FAA-Einwänden über Washington

Jared Isaacman steuerte beim 4.-Juli-Spektakel einen historischen Kampfjet – obwohl die Luftfahrtbehörde FAA den Überflug ausdrücklich abgelehnt hatte.

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NASA-Chef flog Oldtimer-Jet trotz FAA-Einwänden über Washington

NASA-Administrator Jared Isaacman hat beim Flugschauspektakel zum amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli über Washington, D.C., einen historischen Kampfjet geflogen – und das trotz ausdrücklicher Einwände der US-Luftfahrtbehörde FAA. Der Vorfall wirft Fragen über die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften auf höchster Regierungsebene auf.

Ein Vertreter Isaacmans hatte Ende Juni bei der Federal Aviation Administration (FAA) beantragt, vier in den 1970er-Jahren gebaute Jets des Typs Northrop F-5 Tiger II für einen Überflug über die National Mall zuzulassen. Der Anlass war die Feierlichkeit zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten – ein symbolisch bedeutsames Ereignis, das mit einer großen Flugshow begangen wurde.

FAA stufte Jets als „sehr risikoreich" ein

Die FAA lehnte den Antrag am 30. Juni ab – also nur wenige Tage vor der geplanten Veranstaltung. Die Behörde stufte die Northrop F-5 Tiger II als „sehr risikoreich" ein, da die Maschinen eine potenzielle Gefahr für Personen und Sachwerte am Boden darstellten. Die ablehnende Entscheidung wurde von Hugh Thomas unterzeichnet, einem leitenden FAA-Beamten, der die Abteilung für Flugstandards leitet.

In dem sechsseitigen Ablehnungsdokument, das online veröffentlicht wurde, listete die FAA mehrere konkrete Sicherheitsbedenken auf. Dazu zählten Probleme mit der Steuerung der F-5, die möglichen Folgen eines Schleudersitzausstiegs der Piloten sowie frühere Abstürze des Flugzeugtyps. Trotz dieser detaillierten Begründung flog Isaacman den Jet dennoch.

Piloten von NASA und Air Force sollten Jets steuern

Laut den veröffentlichten Dokumenten war geplant, dass Piloten der NASA sowie der US Air Force die vier Kampfjets vom Typ Northrop F-5 Tiger II steuern sollten. Die F-5 ist ein leichter Überschall-Kampfjet, der in den 1970er-Jahren entwickelt wurde und in zahlreichen Luftstreitkräften weltweit im Einsatz war. In den USA wurde er unter anderem als Trainingsflugzeug genutzt, um feindliche Kampfjets zu simulieren.

Jared Isaacman ist seit Anfang 2025 NASA-Administrator. Er ist bekannt als Milliardär und erfahrener Privatpilot, der zuvor bereits kommerzielle Raumfahrtmissionen mitfinanziert und daran teilgenommen hatte. Sein Entschluss, den Überflug trotz der behördlichen Ablehnung durchzuführen, dürfte nun politisch und rechtlich für Diskussionen sorgen.

Der Vorfall verdeutlicht die Spannungen, die entstehen können, wenn hochrangige Regierungsvertreter mit Behördenentscheidungen in Konflikt geraten – selbst wenn es sich dabei um Sicherheitsvorschriften handelt, die dem Schutz der Öffentlichkeit dienen. Die FAA ist in den USA für die Regulierung des gesamten zivilen Luftverkehrs zuständig und hat weitreichende Befugnisse, Überflüge über dicht besiedelten Gebieten zu genehmigen oder zu untersagen.

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