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Nahost-Konflikt: Fluggesellschaften nehmen schrittweise Verbindungen wieder auf

Einige Airlines fliegen wieder in den Nahen Osten, doch zahlreiche Streichungen belasten den globalen Reiseverkehr weiterhin erheblich.

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Nahost-Konflikt: Fluggesellschaften nehmen schrittweise Verbindungen wieder auf

Inmitten diplomatischer Bemühungen zur Beendigung des Nahost-Konflikts nehmen einige Fluggesellschaften ihre Verbindungen in die Region schrittweise wieder auf. Auslöser der weitreichenden Flugstreichungen waren US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran. Dennoch halten viele Anbieter an ihren Aussetzungen fest, was den weltweiten Reiseverkehr weiterhin erheblich beeinträchtigt.

Besonders Tel Aviv, Dubai, Doha und Riad sind als Ziele betroffen. Die Bandbreite der Maßnahmen reicht von kurzfristigen Streichungen bis hin zu Aussetzungen, die bis weit in den Herbst 2025 reichen. Für Reisende bedeutet dies anhaltende Planungsunsicherheit auf wichtigen interkontinentalen Routen.

Europäische Fluggesellschaften im Überblick

Innerhalb der Lufthansa-Gruppe zeichnet sich eine vorsichtige Rückkehr ab: Lufthansa plant, die Flüge nach Tel Aviv bereits am 1. Juli wieder aufzunehmen. ITA Airways bestätigte ebenfalls die Wiederaufnahme des Betriebs nach Tel Aviv ab dem 1. Juli. SWISS hingegen hat die Wiederaufnahme auf August verschoben, während Brussels Airlines den Betrieb bis zum 24. Oktober eingestellt hat.

Die Dubai-Flüge der Lufthansa-Gruppe bleiben bis zum 13. September ausgesetzt. Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines haben zudem Flüge nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Die Billigfluggesellschaft Eurowings strich Flüge nach Tel Aviv bis zum 9. Juli sowie nach Dubai, Abu Dhabi und Amman bis zum 24. Oktober.

Air France hat ihre Flüge nach Tel Aviv und Beirut bis zum 30. Juni sowie nach Dubai bis zum 5. Juli ausgesetzt. Die KLM-Schwestergesellschaft hat Flüge nach Riad, Dammam und Dubai bis zum 9. August eingestellt. Die zur IAG gehörende British Airways verschob die Wiederaufnahme nach Doha auf den 1. August und nach Riad auf den 8. August. Flüge nach Dubai, Tel Aviv, Bahrain und Amman sind bei British Airways bis zum 25. Oktober ausgesetzt. Das Unternehmen plant zudem, bei Wiederaufnahme die Frequenzen auf diesen Strecken auf einen täglichen Flug zu reduzieren und Dschidda als Ziel zu streichen.

Nordamerikanische und asiatische Airlines

Die US-amerikanische Delta Air Lines hat den Flugbetrieb auf der Strecke Atlanta–Tel Aviv bis zum 18. Dezember eingestellt. Die Verbindung New York-JFK nach Tel Aviv soll am 6. September wieder aufgenommen werden, während der geplante Start der Route Boston–Tel Aviv bis auf Weiteres verschoben wurde. Die kanadische Fluggesellschaft Air Canada hat Flüge nach Tel Aviv und Dubai bis zum 24. Oktober gestrichen.

Aus Asien meldet die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific eine Aussetzung der Flüge nach Dubai und Riad bis zum 31. August. Japan Airlines hat die Linienflüge Tokio–Doha bis zum 31. August und Doha–Tokio bis zum 1. September ausgesetzt. Die malaysische Fluggesellschaft Malaysia Airlines will ab dem 2. Juli wieder begrenzte Verbindungen nach Doha anbieten. Singapore Airlines verlängerte die Aussetzung ihrer Flüge zwischen Singapur und Dubai bis zum 2. August und bietet als Ausgleich zusätzliche Verbindungen nach London Gatwick und Melbourne an.

Weitere betroffene Fluggesellschaften

Die finnische Finnair hat ihre Flüge nach Doha bis zum 2. Oktober gestrichen und meidet weiterhin den Luftraum über dem Irak, dem Iran, Syrien und Israel. Die polnische LOT hat Flüge nach Riad bis zum 30. Juni und nach Beirut bis zum 27. Juni gestrichen, plant jedoch, ihre Winterroute nach Dubai ab Oktober zu bedienen. Die spanische Iberia strich Flüge nach Tel Aviv bis zum 28. Juni, und die lettische airBaltic setzte Verbindungen nach Tel Aviv bis zum 28. Juni sowie nach Dubai bis zum 24. Oktober aus.

SunExpress, das Joint Venture von Turkish Airlines und Lufthansa, hat Flüge nach Dubai bis zum 30. Juni sowie nach Bahrain, Beirut und Erbil bis zum 14. Juli gestrichen. Die marokkanische Royal Air Maroc teilte mit, dass Flüge nach Doha bis zum 30. Juni gestrichen wurden. Griechenlands größte Fluggesellschaft Aegean Airlines hat Flüge von Thessaloniki nach Tel Aviv bis zum 26. Juni, nach Dubai bis zum 31. August sowie nach Erbil und Bagdad bis zum 30. September ausgesetzt.

Die Lage im Nahen Osten bleibt für die internationale Luftfahrt eine erhebliche Belastung. Reisende sollten vor Antritt ihrer Reise den aktuellen Status ihrer Flugverbindung direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft erfragen, da sich die Lage weiterhin dynamisch entwickelt.

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