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Morgan Stanley kürt drei Top-Versorger für 2026 in Europa

Energiesicherheit und Marktvolatilität rücken defensive Versorgeraktien in den Fokus – Morgan Stanley nennt seine Favoriten.

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Morgan Stanley kürt drei Top-Versorger für 2026 in Europa

Morgan Stanley hat drei europäische Versorgeraktien identifiziert, die bis 2026 eine Outperformance erzielen könnten. Das US-Brokerhaus nennt National Grid, ENGIE und RWE als Top-Favoriten im Sektor. Gemeinsam verbinden diese Unternehmen regulierte Ertragsstabilität mit sichtbarem Wachstum bei den Investitionsausgaben.

Der Hintergrund: Energiesicherheit steht wieder ganz oben auf der politischen Agenda Europas. Gleichzeitig treibt die zunehmende Marktvolatilität Anleger in defensive Werte. Versorger mit regulierten Erträgen und strukturellem Rückenwind durch steigende Stromnachfrage gelten dabei als besonders attraktiv.

National Grid: Stabiler Anker im Portfolio

National Grid hebt Morgan Stanley als defensiven Basiswert hervor. Das britisch-amerikanische Unternehmen erzielt den Großteil seiner Gewinne aus regulierten Netzaktivitäten in Großbritannien und den USA. Inflationsgebundene Einnahmen, vorhersehbare Cashflows und ein EPS-Wachstum im mittleren einstelligen Bereich machen die Aktie zum Portfoliostabilisator.

Die Elektrifizierung von Verkehr, Heizung und Industrie in Europa macht Netzinfrastruktur zur kritischen Ressource. National Grids expandierende regulierte Vermögensbasis und konstruktive regulatorische Rahmenbedingungen sorgen für hohe Ertragssichtbarkeit. Das Dividendenprofil stärkt zusätzlich die Attraktivität in unsicheren Marktphasen.

ENGIE: Hybrides Profil mit Aufwärtspotenzial

ENGIE überzeugt durch sein zweigleisiges Geschäftsmodell: regulierte Netze als Rückgrat, ergänzt durch flexible Erzeugung und erneuerbare Energien. Morgan Stanley sieht Potenzial für Gewinnheraufstufungen, getrieben durch robuste Strompreise und verbesserte operative Umsetzung. Die disziplinierte Kapitalallokation und die Bilanzbereinigung verbessern die Ertragsqualität deutlich.

Der integrierte Versorgungs- und Erzeugungsmix des französischen Konzerns bietet in einem volatilen Energiepreisumfeld sowohl defensive Eigenschaften als auch Aufwärtspotenzial. Vertraglich abgesicherte erneuerbare Energien reduzieren das Preisrisiko weiter. Die Bewertung erscheint gemessen am mittelfristigen Wachstumspfad attraktiv.

RWE: Asymmetrisches Potenzial bei erneuerbaren Energien

RWE positioniert Morgan Stanley als bevorzugten Akteur für erneuerbare Energien und die Erholung am europäischen Strommarkt. Der deutsche Versorger verfügt über eine der größten Projektpipelines für erneuerbare Energien in Europa. Offshore-Wind, Solar und Batteriespeicherung verschaffen RWE eine starke Hebelwirkung auf die Dekarbonisierungsagenda.

Die Analysten sehen bei RWE ein asymmetrisches Aufwärtspotenzial. Gedrückte Bewertungsmultiplikatoren spiegeln die vergangene Normalisierung der Strompreise wider, bieten aber Raum für EPS-Upgrades. Sollten höhere Gaspreise die Großhandelsmärkte stützen, könnten zusätzliche Gewinnkorrekturen nach oben folgen.

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