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Mitsotakis zu Hormus, Iran und Griechenlands Weg aus der Schuldenkrise

Der griechische Ministerpräsident spricht über die Sperrung der Straße von Hormus und deren Folgen für die führende Schifffahrtsnation Griechenland.

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Mitsotakis zu Hormus, Iran und Griechenlands Weg aus der Schuldenkrise

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat sich in einem Interview mit FT-Kolumnist Gideon Rachman zu den drängendsten geopolitischen und wirtschaftlichen Fragen der Zeit geäußert. Im Mittelpunkt standen dabei die mögliche Sperrung der Straße von Hormus und deren weitreichende Konsequenzen für Griechenland als eine der weltweit führenden Schifffahrtsnationen.

Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch bedeutsamsten Wasserstraßen der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Öltransports. Eine Blockade hätte damit nicht nur regionale, sondern globale Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Weltwirtschaft – und träfe Griechenland als Schifffahrtsnation besonders hart.

Griechenlands Erholung von der Finanzkrise

Neben den aktuellen geopolitischen Spannungen thematisierte Mitsotakis auch die wirtschaftliche Geschichte seines Landes. Griechenland hatte 2015 eine der schwersten Finanzkrisen in der Geschichte der Eurozone durchlebt. Das Land stand damals am Rand des Euro-Austritts, war auf internationale Hilfspakete angewiesen und musste harte Sparmaßnahmen umsetzen. Im Gespräch mit Rachman erörterte der Ministerpräsident den Weg, den Griechenland seither zurückgelegt hat, und wie das Land die Schuldenfalle überwinden konnte.

Ein weiteres zentrales Thema des Gesprächs war die europäische strategische Autonomie. Mitsotakis sprach darüber, wie Europa in sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Fragen unabhängiger von externen Mächten werden kann – ein Thema, das angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der globalen Energiekrise an Dringlichkeit gewonnen hat.

Ukraine-Krieg und globale Energiekrise

Der griechische Regierungschef äußerte sich zudem zum Krieg in der Ukraine und diskutierte mögliche Wege zu einem Ende des Konflikts. Griechenland ist als NATO-Mitglied und EU-Staat eng in die westliche Reaktion auf den russischen Angriffskrieg eingebunden.

Im Kontext der Sendung wurden auch weitere relevante Entwicklungen angesprochen: Drei Supertanker versuchten demnach die Durchquerung der Straße von Hormus, während sich Proteste in Afrika infolge einer sich verschärfenden Treibstoffkrise ausweiteten. Zudem meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Brand in einem Kernkraftwerk nach einem Drohnenangriff. Diese Ereignisse verdeutlichen, wie fragil die globale Energieversorgung derzeit ist.

Das Interview ist Teil des Podcasts „The Rachman Review", moderiert von Gideon Rachman und produziert von Fiona Symon. Das Sounddesign stammt von Breen Turner. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar. Ein vollständiges Transkript der Folge ist auf FT.com abrufbar.

Für deutsche Anleger und Beobachter sind die besprochenen Themen von besonderer Relevanz: Eine Eskalation rund um die Straße von Hormus würde die ohnehin angespannte globale Energieversorgung weiter belasten und hätte direkte Auswirkungen auf Energiepreise und Lieferketten auch in Deutschland.

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