Microsoft, Nvidia und Meta: Drei KI-Aktien noch immer als Schnäppchen
Trotz der starken KI-Rallye im April liegen mehrere Tech-Megacaps noch deutlich unter ihren Allzeithochs – und bieten Einstiegschancen.

Der April war an der Wall Street ganz im Zeichen der künstlichen Intelligenz. KI-Aktien schossen in die Höhe, viele erreichten neue Allzeithochs. Doch nicht alle Titel haben sich vollständig erholt – und genau darin liegen die Chancen für Anleger. Drei Werte stechen dabei besonders hervor: <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Nvidia und Meta Platforms.
Microsoft: Starke Zahlen, schwache Kursentwicklung
Microsoft liegt trotz einer Erholung von seinen Tiefstständen noch immer rund 22% unter seinem im Oktober erreichten Allzeithoch. Die jüngsten Finanzzahlen erzählen jedoch eine andere Geschichte. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (zum 31. März) steigerte Microsoft seinen Umsatz im Jahresvergleich um 18% auf 82,9 Milliarden US-Dollar. Noch beeindruckender: Der Nettogewinn legte um 23% zu.
Besonders das Cloud-Geschäft überzeugt. Microsofts Cloud-Plattform Azure verzeichnete im Quartal ein Umsatzwachstum von 40%, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach KI-Rechenressourcen. Für ein Unternehmen der Größe Microsofts sind das außergewöhnliche Wachstumsraten. Anleger, die jetzt einsteigen, müssen allerdings möglicherweise Geduld mitbringen, bis der Markt die Qualität dieser Zahlen vollständig würdigt.
Nvidia: Nur 2% unter dem Allzeithoch – und trotzdem ein Kauf?
Auf den ersten Blick mag Nvidia in dieser Liste überraschen, denn die Aktie notiert nur etwa 2% unter ihrem jüngst erreichten Allzeithoch. Der Blick nach vorne ist jedoch entscheidend. Historisch betrachtet startet Nvidia das Jahr häufig mit einer vergleichsweise niedrigen Bewertung, die dann gegen Jahresende deutlich anzieht, sobald weitere Quartalsergebnisse vorliegen.
Wenn Unternehmen ihre Prognosen für das Jahr 2027 veröffentlichen, könnte das Forward-KGV von Nvidia in den mittleren 30er-Bereich steigen – was einem Aufwärtspotenzial von rund 40% gegenüber dem aktuellen Niveau entspräche. Ein wichtiges Signal kommt von Alphabet, einem der größten Nvidia-Kunden: Das Unternehmen hat bereits angekündigt, seine Investitionsausgaben im Jahr 2027 deutlich über das ohnehin hohe Niveau von 2026 hinaus zu steigern. Das ist ein positives Zeichen für die künftige Nachfrage nach Nvidia-Chips.
Meta Platforms: Der unterschätzte KI-Hyperscaler
Meta Platforms gilt als der am meisten unterschätzte KI-Hyperscaler am Markt. Der Grund dafür liegt in der dominanten Rolle des Unternehmens im Social-Media-Bereich mit Plattformen wie Facebook und Instagram, die den KI-Fokus in den Hintergrund drängen. Dabei nutzt Meta seine wachsende KI-Kompetenz gezielt, um Werbeanzeigen auf seinen Plattformen effektiver zu platzieren – mit beeindruckendem Ergebnis.
Im ersten Quartal 2026 steigerte Meta seinen Umsatz im Jahresvergleich um 33%. Dieses Wachstum ist bemerkenswert, da Meta – anders als Nvidia – keine Chips verkauft, sondern den KI-Nutzen indirekt über sein Werbegeschäft monetarisiert. Hinzu kommt eine attraktive Bewertung: Meta wird derzeit mit dem rund 19-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt.
Zum Vergleich: Der breite S&P 500 wird mit dem 21,7-fachen der erwarteten Gewinne bewertet. Es ist selten, eine Aktie mit einem deutlichen Abschlag zum Gesamtmarkt zu finden, wenn das dahinterstehende Unternehmen gleichzeitig deutlich schneller wächst als der Marktdurchschnitt. Genau diese Kombination macht Meta zu einem ungewöhnlichen Schnäppchen.
Alle drei Unternehmen – Microsoft, Nvidia und Meta – sind nach dieser Einschätzung gut positioniert, um bis Ende 2026 starke Renditen zu erzielen. Angesichts eines mehrjährigen KI-Wachstumszyklus, der gerade erst Fahrt aufnimmt, gelten sie als attraktive Optionen für langfristig orientierte Anleger.
