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Micron und Sandisk: Zwei Speicherchip-Aktien vor möglichem Split

Beide Aktien haben sich 2026 vervielfacht und könnten bald einen Aktiensplit ankündigen – und gelten trotzdem als Schnäppchen.

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Micron und Sandisk: Zwei Speicherchip-Aktien vor möglichem Split

Micron Technology und Sandisk haben im Jahr 2026 eine beeindruckende Kursrally hingelegt und rücken damit in den Fokus von Investoren, die auf mögliche Aktiensplits spekulieren. Sandisk notiert inzwischen bei über 1.600 US-Dollar pro Aktie, Micron bei rund 970 US-Dollar. Beide Titel starteten das Jahr noch unter 300 US-Dollar – ein Kursanstieg, der die Unternehmen in eine Liga befördert, in der ein Aktiensplit aus praktischen Gründen sinnvoll werden könnte.

Aktiensplits werden typischerweise dann durchgeführt, wenn ein Aktienkurs so hoch gestiegen ist, dass er als Vergütungswährung für Mitarbeiter unpraktisch wird. Das Erreichen eines Kursniveaus von rund 1.000 US-Dollar oder mehr ist dabei ein klassisches Signal. Trotz der enormen Kursgewinne liegen beide Aktien noch deutlich unter ihren jeweiligen Allzeithochs: Micron notiert rund 20 Prozent darunter, Sandisk sogar etwa 30 Prozent.

Speicherchip-Nachfrage treibt das Wachstum

Der Grund für die starke Performance liegt im Kerngeschäft beider Unternehmen: Speicherchips. Micron stellt sowohl NAND- als auch DRAM-Speicher her, während Sandisk ausschließlich auf NAND-Technologie setzt. Beide Speichertypen profitieren von einer beispiellosen Nachfrage aus dem Rechenzentrumssektor, die die gesamte Branche vor erhebliche Kapazitätsprobleme stellt.

Die Speicherchip-Industrie war auf diesen Nachfrageboom schlicht nicht vorbereitet. Das Ergebnis: knappes Angebot trifft auf hohe Nachfrage – und die Preise steigen. Sandisk bestätigte im Rahmen seiner jüngsten Quartalsergebnisse, dass zwei Drittel des Umsatzwachstums auf Preiserhöhungen zurückzuführen waren, während nur ein Drittel aus gesteigerter Produktion stammte. Das verdeutlicht die außergewöhnliche Preissetzungsmacht, die beide Unternehmen derzeit genießen.

Neue Produktionskapazitäten lassen sich nicht kurzfristig aufbauen. Die meisten neuen Werke werden voraussichtlich erst Ende 2027 oder 2028 in Betrieb gehen. Das bedeutet: Mehrere Quartale mit starkem Wachstum könnten noch vor einer möglichen Entspannung auf der Angebotsseite liegen. Das Management von Micron geht sogar davon aus, dass die Knappheit auf dem Speicherchipmarkt bis ins Jahr 2028 anhalten wird.

Aktiensplit: Wann kommt die Ankündigung?

Ob und wann ein Aktiensplit kommt, ist offen. Micron hat seine Aktien zuletzt im Jahr 2000 gesplittet – ein Split wäre also mehr als überfällig. Die anstehenden Ergebnisse für das vierte Quartal könnten ein möglicher Zeitpunkt für eine entsprechende Ankündigung sein. Sandisk hingegen ist ein erst kürzlich ausgegründetes Unternehmen, weshalb es keine historischen Daten zu Aktiensplits gibt.

Unabhängig von einer möglichen Split-Ankündigung bleibt die Investmentthese für beide Unternehmen stark. Die strukturelle Nachfrage nach Speicherchips, getrieben durch den globalen Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur, dürfte noch für mehrere Jahre anhalten. Für deutsche Privatanleger, die in den Halbleitersektor investieren möchten, bieten Micron und Sandisk damit eine interessante Kombination aus Wachstumspotenzial und möglichem Katalysator durch einen Aktiensplit.

  • Micron: Kurs rund 970 USD, ca. 20% unter Allzeithoch
  • Sandisk: Kurs über 1.600 USD, ca. 30% unter Allzeithoch
  • Beide Aktien starteten 2026 unter 300 USD
  • Microns letzter Aktiensplit: Jahr 2000
  • Angebotsknappheit bei Speicherchips voraussichtlich bis 2028
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