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Mexikos Wirtschaft schrumpft im Mai nach starkem April-Wachstum

Die mexikanische Wirtschaft gab im Mai um 0,3 Prozent nach – nach dem stärksten monatlichen Anstieg seit über fünf Jahren.

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Mexikos Wirtschaft schrumpft im Mai nach starkem April-Wachstum

Die mexikanische Wirtschaft ist im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent geschrumpft. Das geht aus offiziellen Daten hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Der Rückgang fiel damit etwas geringer aus als von Analysten erwartet – diese hatten ein Minus von 0,4 Prozent prognostiziert.

Die Kontraktion folgt auf einen außergewöhnlich starken April: Im Vormonat hatte die mexikanische Wirtschaft um revidierte 1,4 Prozent zugelegt – der stärkste monatliche Anstieg seit über fünf Jahren. Der Mai-Rückgang ist damit auch als teilweise Normalisierung nach diesem ungewöhnlich kräftigen Wachstumsschub zu verstehen.

Baugewerbe als Hauptbelastungsfaktor

Haupttreiber des monatlichen Rückgangs war die Schwäche im Sekundärsektor. Besonders das Baugewerbe belastete die Gesamtwirtschaft mit einem Minus von 3,7 Prozent deutlich. Auch der Primärsektor – der unter anderem Landwirtschaft und Rohstoffgewinnung umfasst – verzeichnete im Mai einen Rückgang.

Trotz der monatlichen Kontraktion zeigt sich das Jahresbild freundlicher: Im Vergleich zum Mai des Vorjahres 2024 wuchs die mexikanische Wirtschaft um 1,1 Prozent. Damit übertraf das Land die Markterwartungen, die lediglich ein Jahreswachstum von 1,0 Prozent vorhergesagt hatten.

Mexiko als wichtige Volkswirtschaft Lateinamerikas

Mexiko ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas und damit ein bedeutender Wirtschaftsindikator für die gesamte Region. Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Engagements in Schwellenländern oder Lateinamerika sind die Konjunkturdaten des Landes ein relevanter Gradmesser.

Die aktuellen Zahlen zeichnen ein gemischtes Bild: Auf Monatsbasis zeigt die Wirtschaft nach dem April-Hoch eine Abkühlung, bleibt aber auf Jahressicht im Wachstumsbereich. Ob der Mai-Rückgang ein vorübergehendes Phänomen darstellt oder auf eine breitere Abschwächung hindeutet, werden die kommenden Monate zeigen. Entscheidend wird dabei sein, wie sich der Sekundärsektor – und insbesondere das Baugewerbe – in den Folgemonaten entwickelt.

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