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Meta plant Cloud-Geschäft zum Verkauf überschüssiger KI-Kapazitäten

Meta Platforms will überschüssige KI-Rechenkapazitäten künftig als Cloud-Dienst vermarkten und so neue Einnahmequellen erschließen.

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Meta plant Cloud-Geschäft zum Verkauf überschüssiger KI-Kapazitäten

Meta Platforms baut einem Bloomberg-Bericht zufolge ein eigenes Cloud-Geschäft auf. Ziel ist es, überschüssige KI-Rechenkapazitäten an externe Kunden zu verkaufen. Reuters konnte den Bericht bislang nicht unabhängig verifizieren, Meta selbst äußerte sich zunächst nicht dazu.

Der Schritt hätte weitreichende Konsequenzen für das Geschäftsmodell des Facebook-Mutterkonzerns. Bislang ist Meta stark von Werbeeinnahmen abhängig. Ein Cloud-Geschäft würde dem Unternehmen ermöglichen, direkt gegen etablierte Anbieter wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud anzutreten.

Die Märkte reagierten prompt: Die Meta-Aktie legte im vorbörslichen Handel um knapp 6 Prozent zu – ein deutliches Signal, dass Investoren das Potenzial dieses Schrittes positiv bewerten.

Zuckerberg hatte den Schritt bereits angedeutet

Meta-CEO Mark Zuckerberg hatte das Thema bereits früher ins Spiel gebracht. Auf der Jahreshauptversammlung von Meta im Mai erklärte er: „Das steht definitiv zur Debatte." Er ergänzte, dass „fast jede Woche" andere Unternehmen an Meta heranträten und darum bäten, ihnen Zugang zu KI-Modellen zu verkaufen – ähnlich wie es Cloud-Anbieter tun – oder versuchten, freie Rechenkapazitäten gegen einen Aufpreis zu erwerben.

Zuckerberg machte jedoch auch deutlich, warum Meta bisher zögerte: „Wir haben das bisher noch nicht getan, weil wir glauben, dass wir die Rechenleistung selbst benötigen. Aber wenn wir an einen Punkt kommen, an dem wir das Gefühl haben, Überkapazitäten aufgebaut zu haben, dann ist das eine Option, die wir haben. Das ist auch ein Grund, warum wir zuversichtlich in diesen Ausbau investieren."

Laut Bloomberg wird als eine der konkreten Optionen geprüft, Kunden Zugang zu KI-Modellen zu bieten, die auf der bestehenden Infrastruktur von Meta gehostet werden. Das Modell ähnelt dabei der Bedrock-Plattform von Amazon Web Services, über die Unternehmen auf verschiedene KI-Modelle zugreifen können, ohne eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.

Billionen-Investitionen in KI-Infrastruktur

Der Vorstoß von Meta fällt in eine Phase massiver Investitionen der gesamten Tech-Branche in KI-Infrastruktur. Analysten erwarten, dass große Technologieunternehmen in diesem Jahr mehr als 700 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben werden. Im Jahr 2025 lag dieser Wert noch bei rund 400 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von mehr als 75 Prozent innerhalb eines Jahres.

Für Meta würde ein erfolgreiches Cloud-Geschäft bedeuten, die enormen Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur nicht nur für eigene Produkte wie Facebook, Instagram und WhatsApp zu nutzen, sondern auch direkt zu monetarisieren. Dies könnte die Abhängigkeit von Werbeeinnahmen strukturell reduzieren und das Unternehmen breiter aufstellen.

Ob und wann Meta das Cloud-Geschäft offiziell startet, ist derzeit noch offen. Der Bloomberg-Bericht deutet jedoch darauf hin, dass die internen Planungen bereits konkrete Formen annehmen.

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