Meta erhöht KI-Rechenzentrum-Investment in Texas auf 10 Milliarden Dollar
Der Social-Media-Konzern weitet seine KI-Infrastruktur massiv aus und versiebenfacht die geplanten Investitionen in El Paso.

Meta hat seine geplante Investition in ein KI-Rechenzentrum im texanischen El Paso von ursprünglich 1,5 Milliarden auf nunmehr 10 Milliarden US-Dollar erhöht. Das entspricht einer Versiebenfachung des ursprünglich im Oktober angekündigten Volumens. Die Anlage in El Paso ist Metas weltweit 29. Rechenzentrum und das dritte im Bundesstaat Texas.
Das Projekt soll nach seiner Inbetriebnahme 300 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Während der Bauphase werden in Spitzenzeiten über 3.000 Bauarbeiter auf dem Gelände erwartet. Meta teilte diese Details in einem offiziellen Blogbeitrag mit.
Milliarden-Wettlauf um KI-Infrastruktur
Meta steht damit im direkten Wettbewerb mit anderen Tech-Giganten wie Amazon, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet und Microsoft. Analysten prognostizieren, dass diese Unternehmen zusammen in diesem Jahr über 630 Milliarden US-Dollar in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur investieren werden. Der Druck, bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz nicht zurückzufallen, treibt diese Ausgaben auf Rekordhöhen.
Neben dem Kapitalaufwand hat Meta auch Verträge für Energieprojekte unterzeichnet, die das texanische Stromnetz um mehr als 5.000 Megawatt sauberer Energie ergänzen sollen. Zudem plant der Konzern, in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen Frischwasser in die Region zu leiten, um den Wasserverbrauch des Rechenzentrums zu kompensieren.
Entlassungen und rechtliche Probleme belasten Kurs
Trotz der milliardenschweren Investitionsankündigung steht Meta unter Druck. Das Unternehmen entließ zuletzt einige hundert Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Meta umfassende Entlassungen plane, die bis zu 20 Prozent oder mehr der gesamten Belegschaft betreffen könnten.
Zusätzlich belasteten zwei Gerichtsurteile die Meta-Aktie. Die Urteile machten den Konzern für Schäden bei jungen Nutzern haftbar und lösten Befürchtungen aus, dass Meta seine Designpraktiken grundlegend überarbeiten muss. Diese Praktiken bilden bislang das Fundament des milliardenschweren Werbegeschäfts des Unternehmens.
