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Marktgeflüster: BNP Paribas, Plus500 und St. James's Place im Fokus

Analysten beleuchten neue AT1-Anleihen, Wachstumspotenzial und unterbewertete Aktien im Finanzsektor.

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Marktgeflüster: BNP Paribas, Plus500 und St. James's Place im Fokus

Die Finanzdienstleistungsbranche steht heute im Mittelpunkt mehrerer Analystenkommentare und Marktbewegungen. Drei Themen dominieren das Marktgeflüster: eine neue Anleiheemission von BNP Paribas, eine positive Einschätzung zu Plus500 sowie eine Kaufempfehlung für St. James's Place. Die Einschätzungen stammen exklusiv aus dem Dow Jones Newswires Market Talk.

BNP Paribas emittiert neue AT1-Anleihe mit 7,5% Preisindikation

Die französische Großbank BNP Paribas bringt eine neue, auf US-Dollar lautende Additional-Tier-1-Anleihe (AT1) an den Markt. AT1-Anleihen, auch als Contingent Convertibles oder CoCo-Bonds bekannt, zählen zum regulatorischen Eigenkapital von Banken und bieten Anlegern in der Regel höhere Renditen als klassische Unternehmensanleihen – bei entsprechend höherem Risiko.

Die erste Preisindikation liegt bei 7,5%, mit einem ersten Anpassungstermin am 17. Februar 2032, wie Daten von LSEG zeigen. Zum Vergleich: Die bestehenden Dollar-AT1-Anleihen der BNP mit einem Kündigungstermin im Jahr 2033 notieren derzeit bei rund 6,8%. Jesse Norcross von der ING weist darauf hin, dass die neue Emission damit eine „ordentliche Neuemissionsprämie" aufweist – ein üblicher Anreiz, um Investoren für frisch begebene Wertpapiere zu gewinnen.

Plus500 überzeugt Bank of America mit Wachstumsstrategie

Die in London börsennotierte Online-Handelsplattform Plus500 erhält Rückenwind von den Analysten der Bank of America. Das Unternehmen hat laut seinen Halbjahresergebnissen Mehreinnahmen aus jüngster Marktvolatilität gezielt für Wachstumsinvestitionen genutzt – ein Schritt, den die BofA ausdrücklich begrüßt.

Die Analysten loben die Qualität der Erträge bei Plus500 als gesund und heben die hohe Cash-Conversion hervor, die weitere Ausschüttungen an die Aktionäre begünstigt. Plus500 befindet sich derzeit in einem strategischen Wandel hin zu qualitativ hochwertigeren Umsätzen – sowohl im angestammten Geschäft mit außerbörslichen Derivaten (OTC-Derivaten) als auch durch Diversifizierung in neue Bereiche. Besonders die Expansion in Prognosemärkte sehen die BofA-Analysten als bedeutende Wachstumschance. Der Markt reagiert positiv: Die Plus500-Aktie legt in London um 6,1% zu.

St. James's Place: BofA sieht deutliche Unterbewertung

Beim britischen Vermögensverwalter St. James's Place sieht Analystin Christiane Holstein von der Bank of America erhebliches Aufholpotenzial. Die aktuelle Bewertung des Unternehmens spiegele einen bevorstehenden Wendepunkt in der Performance nicht wider, schreibt Holstein.

Konkret prognostiziert die BofA für den Zeitraum von 2026 bis 2030 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) des Gewinns je Aktie von 23%. Als Treiber nennt die Analystin verwaltete Gelder, die aus der Anlaufphase herauswachsen und gebührenpflichtig werden, organische Nettomittelzuflüsse sowie operative Effizienzsteigerungen.

Ein häufig genanntes Risiko – der mögliche Abgang von Beratern – hält Holstein für übertrieben. Die Bindungsquote von 90% im ersten Halbjahr 2026 liege im Einklang mit Wettbewerbern und historischen Daten. Trotz makroökonomischer und politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich bestehe laut BofA eine starke zugrunde liegende Nachfrage nach Finanzberatung. Die St. James's Place-Aktie notiert leicht im Plus mit einem Anstieg von 0,2%.

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