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Magnificent Seven kehren zurück: Meta-Rally treibt Tech-Aktien an

Ein neuer KI-Agent von Meta beflügelt die Wall Street und lässt die sieben Tech-Giganten wieder glänzen.

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Magnificent Seven kehren zurück: Meta-Rally treibt Tech-Aktien an

Die "Magnificent Seven" sind zurück – und das ist vor allem Meta zu verdanken. Am Montag stürzten sich Anleger auf die Aktien des Mutterunternehmens von Facebook, nachdem dessen neuer KI-Agent an die Spitze der Apple App Store Charts vorgerückt war. Der Kurs schnellte um 11 Prozent nach oben und festigte damit den Tech-Rally, der die jüngste Panikmache rund um die KI-Sicherheit in Vergessenheit geraten ließ.

Der Kurssprung markierte die größte prozentuale Ein-Tages-Steigerung von Meta seit mehr als einem Jahr. Der Marktwert des Unternehmens wuchs um 192 Milliarden Dollar. Für Anleger ist das ein deutliches Signal: Der Glaube an das KI-Geschäft der großen Tech-Konzerne ist ungebrochen.

Meta vom Sorgenkind zum Wachstumstreiber

An der Wall Street galt Meta zeitweise als potenzielle Schwachstelle im KI-Handel. Analysten hatten Schwierigkeiten zu erklären, wie die massiven Kapitalinvestitionen des Unternehmens jemals Renditen abwerfen sollten. Der vielbeachtete Start von Muse, einem kostenlosen KI-Assistenten, der für intensive Nutzer kostenpflichtige Stufen anbietet, schien jedoch eine neue Wachstumsperspektive zu eröffnen.

"Muse sei das folgenreichste Konsumentenprodukt von Meta seit Jahren", sagte Truist-Analyst Youssef Squali kürzlich gegenüber Kunden. Er bezeichnete den KI-Assistenten als "den bisher klarsten Versuch, einen nicht-werbemittelbasierten Umsatzstrom aufzubauen". Damit rückt Meta erstmals weg von seinem stark werbefinanzierten Geschäftsmodell hin zu direkten Nutzererlösen.

Der Erfolg von Meta wirkte ansteckend: Ein börsengehandelter Fonds (ETF), der mit der Gruppe der sieben Tech-Giganten verknüpft ist, erreichte seinen ersten Rekordstand seit Mai. Auch die sechs anderen Namen der "Magnificent Seven" schlossen am Montag im Plus und untermauerten die breite Erholung des Sektors.

KI-Optimismus beflügelt Halbleiter und Rechenzentren

Der erneuerte KI-Optimismus an der Wall Street strahlte auch auf Entwickler und Zulieferer von Rechenzentren aus. Intel-Aktien trieben um 12 Prozent nach oben, Advanced Micro Devices (AMD) legte um 10 Prozent zu. Besonders bemerkenswert: AMD erreichte erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar. Damit ist AMD das 14. US-Unternehmen, das diese Schwelle durchbricht – ein Meilenstein für den Chipkonzern, der zu den wichtigsten Profiteuren des KI-Booms zählt.

Die Risikobereitschaft der Anleger erstreckte sich sogar bis auf den Kryptomarkt. Bitcoin setzte seinen jüngsten Preisanstieg fort und erreichte erstmals seit Januar rund 86.000 Dollar. Von dieser Entwicklung profitierten auch Krypto-Unternehmen: Die Aktien von Strategy, einem Unternehmen, das Bitcoin hortet, kletterten um 9,5 Prozent.

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung ein Beleg dafür, wie stark die weltweiten Finanzmärkte derzeit vom KI-Thema getrieben werden. Ein einzelnes Produkt wie Metas Muse kann binnen eines Handelstages Milliarden an Marktwert bewegen und ganze Lieferketten – von Chip-Herstellern über Rechenzentren bis hin zu Krypto-Werten – in Bewegung setzen. Die Frage, ob die hohen KI-Investitionen tatsächlich die erhofften Erträge liefern, bleibt für Analysten dabei der zentrale Punkt, an dem sich die weitere Entwicklung entscheiden wird.

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