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Madison Air übernimmt ebm-papst für 5,4 Milliarden Dollar

Der US-Konzern Madison Air Solutions kauft den deutschen Ventilatorenhersteller ebm-papst und stärkt damit seine globale Marktposition.

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Madison Air übernimmt ebm-papst für 5,4 Milliarden Dollar

Madison Air Solutions übernimmt den deutschen Ventilatorenhersteller ebm-papst in einer Transaktion im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Mit dem Deal baut Madison Air sein Geschäft in den Bereichen Luftqualität und Belüftungstechnik erheblich aus.

Im Zuge der Transaktion übertragen die drei Gesellschafterfamilien von ebm-papst ihre Anteile vollständig auf Madison Air Solutions. Das Unternehmen gehört zu Madison Industries, dem Konzern des US-Milliardärs Larry Gies. Madison Industries ist auf Luftqualitätssysteme für Innenräume sowie Belüftungsanlagen für Reinräume und Rechenzentren spezialisiert.

Zugang zum boomenden US-Rechenzentrumsmarkt

Für ebm-papst eröffnet der Deal vor allem den Einstieg in den wachstumsstarken US-Markt für Rechenzentren. Dort steigt die Nachfrage nach leistungsfähigen Kühlsystemen rasant, da Betreiber zunehmend leistungsstärkere Chips und Server einsetzen. Dieser Trend wird durch den globalen KI-Boom weiter befeuert.

CEO Klaus Geißdörfer betonte gegenüber Reuters die strategische Bedeutung der Transaktion: „Sie verschafft uns Zugang zum US-Kapitalmarkt, was uns bei strategischen Optionen helfen kann." Für Madison Air wiederum bietet die Übernahme direkten Zugang zur Technologie und zum etablierten Kundenstamm von ebm-papst – insbesondere in Europa und Asien. Dies unterstützt die Expansion des US-Konzerns über seinen nordamerikanischen Kernmarkt hinaus.

Ebm-papst ist ein weltweit führender Anbieter von Ventilatoren, Motoren und Belüftungssystemen, die vor allem in der Klima- und Kältetechnik zum Einsatz kommen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im baden-württembergischen Mulfingen und ist damit tief in der deutschen Industrieregion verwurzelt. Ebm-papst erklärte, dass der Hauptsitz in Mulfingen sowie wichtige Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorte erhalten bleiben werden.

Starke Zahlen und ambitionierte Wachstumsziele

Im zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahr, das im März endete, erzielte ebm-papst einen Umsatz von 2,24 Milliarden Euro, was rund 2,6 Milliarden US-Dollar entspricht. CEO Geißdörfer hat sich für das Kerngeschäft ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 soll der Umsatz auf 3,4 Milliarden Euro wachsen – ein Anstieg von rund 52 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

Madison Air beabsichtigt mit der Übernahme, seine Position in Europa gezielt zu stärken und sein Technologieportfolio zu verbreitern. Die Kombination aus dem nordamerikanischen Vertriebsnetz von Madison Air und der europäischen Fertigungskompetenz von ebm-papst dürfte beiden Unternehmen neue Wachstumschancen eröffnen. Für den deutschen Industriestandort Mulfingen bedeutet die Transaktion zunächst Kontinuität, da die bestehenden Strukturen laut Unternehmensangaben erhalten bleiben sollen.

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